Bloggen gegen Depression

Bloggen gegen Depression

Persönliche Tragödien wie Todesfälle, Krankheit oder sonstiger emotionaler Stress führen bei vielen Menschen zu Depressionen. Nicht immer helfen Medikamente oder Gespräche mit anderen Menschen über diese Depressionen hinweg und jeder Tag wird zur Qual. Was vielen Depressiven jedoch hilft, ist die Gefühle und Gedanken im Internet auszudrücken, durch einen Blog.

 

Ein Blog ist wie ein Online Tagebuch, das für jeden zugänglich ist, der seinen Weg dorthin durch die Suchmaschinen findet. Wie in einem herkömmlichen Tagebuch kann man auf seinem eigenen Blog frei schreiben, was man möchte und was einem hilft.
Dadurch werden Gefühle angesprochen, die man versucht, zu unterdrücken. Das Schöne an einem Blog ist, dass er so anonym sein kann, wie man möchte. Es werden Informationen mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen geteilt. Dies kann wie eine Therapie wirken, denn man hat das Gefühl, dass die eigene Tragödie anderen helfen kann, was wiederum gegen die Depression wirkt. Sich täglich an den Computer zu setzen, um der Welt über sein Leben zu schreiben, gibt einem depressiven Menschen die so dringend benötigte Aufgabe. Sie können sich daran festhalten wie an einem Strohhalm, bis sie sich aus den tiefen Gewässern der Depression gezogen haben.

Mit gutem Beispiel ging Ellen England voran, die eine Serie trauriger Erlebnisse in ihrem Leben verzeichnen musste, die sie in eine tiefe Depression stürzten. Sie verlor erst ihren Vater, dann ein Baby. Nachdem medikamentöse und therapeutische Behandlung ihr nicht gegen die Depressionen helfen konnten, begann sie ihre täglichen Erfahrungen und Gefühle in ihrem Blog aufzuschreiben. Sie fand schon bald heraus, dass sie sich buchstäblich ihren Kummer von der Seele schrieb. Ihre Leser unterstützten sie mit ihren Kommentaren, in denen sie ihr Kraft gaben und von eigenen Erfahrungen berichteten.
Mit jedem Tag, den sie ihre Gefühle aufschrieb, fühlte sie sich stärker und besser und konnte wieder beginnen, ihr Leben zu leben.

Ein Blog gegen Depression sollte nicht nur Negatives enthalten. Auch wenn das Aufschreiben der negativen Gefühle und Gedanken Teil der Therapie ist, ist es ebenso wichtig, jeden Tag etwas Positives zu notieren, dass man in seinem Leben findet. Auf diese Weise bemerkt man, wie viele positive Dinge man in seinem Leben hat, die man für selbstverständlich hält und vor lauter Kummer nicht sieht.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen