Mit Gefühlswallungen richtig umgehen

Gefühlswallung: Gespräch über die Gefühle

Bestimmte Situationen, Worte oder Erinnerungen können einen Überschwang an plötzlich auftretenden Gefühlen auslösen. Diese Gefühle können sowohl negativ als auch positiv sein. Wird man von einer solchen Gefühlswelle überkommen, ist es wichtig für die geistige und körperliche Gesundheit, diese Gefühle herauszulassen, zu kommunizieren.

 

Das Schlimmste ist, Emotionen in sich hinein zu fressen. Negative und positive Emotionen, die stets unterdrückt werden, häufen sich auf Dauer im Unterbewusstsein an und verursachen früher oder später einen nervlichen Zusammenbruch.
Gefühle mitzuteilen kann eine schwierige Aufgabe sein, besonders während man von einer starken Gefühlswallung übermannt ist. Um in der Zukunft Emotionen effektiv herauszulassen bedarf es etwas Vorausplanung. So kommuniziert man die Emotionen nicht nur wirksam für sich selbst, sondern sie werden auch von den Mitmenschen besser aufgenommen.

Ob positiv oder negativ, eine starke Gefühlswallung sollte zunächst ein wenig abkühlen. Oft ist das unmittelbare Bedürfnis extremer Emotionen, diese jemandem mitzuteilen. Doch das gefühlsmäßige High kann dazu führen, Dinge preiszugeben, die man später bereut.

Nach ein wenig Abkühlung der Gefühle sollte man die Gedanken sortieren. Bevor man jemandem seine Gefühle mitteilen kann, muss man sie erst einmal selbst verstehen lernen. Es ist sinnvoll, den Auslöser der Gefühle zu finden und begleitende Gedanken festzuhalten. Dazu kann man ruhig einige Notizen machen, denn beim Abflauen der Gefühle verschwindet oft auch die vorübergehende Klarheit und das Verständnis dieser. Das Warum und der Hintergrund der Gefühle müssen in diesen Momenten für sich selbst geklärt werden. Bei negativen Gefühlen wie Wut, Trauer oder Angst kann man so auch Versuchen Mittel zu finden, die Gefühlswelle zu lindern.

Bei der Selbstanalyse der Gefühle sollte man sich ganz auf das eigene Ich konzentrieren. Hier geht es zunächst nicht um berechtigt oder nicht, sondern darum, wie man sich fühlt und was der Auslöser für diese Gefühle ist.

Der Augenblick, mit einer Person über die Gefühle zu sprechen, muss richtig gewählt werden. Es sollte sich möglichst und ein intimes Gespräch zwischen zwei Personen handeln, zu einem Zeitpunkt, an dem keiner von beiden unter Zeitdruck steht. Die Zeit ist wichtig, um sich und dem anderen die Möglichkeit zu geben, die Gefühle vollständig zu analysieren und gegenseitig zu verstehen. Dabei sollten keine Anschuldigungen gemacht werden, sondern man versucht, der anderen Person die eigenen Gefühle zu erklären, und die Gegenseite ebenfalls zu verstehen, falls es sich um Gefühle handelt, die beide Personen betreffen.

Die Gefühle und das Gespräch über die Gefühle sollten ehrlich sein, ehrlich sich selbst und dem anderen gegenüber. Es hilft nur, wenn die wahren Gefühle herausgelassen werden können. Zeigt sich einer der Gesprächspartner in einer angespannten oder wütenden Position, sollte man sich die Möglichkeit geben, tief durchzuatmen, denn es bringt nichts, wenn das Gespräch in einem Streit endet.

Neben dem Herauslassen der Gefühle ist das Zuhören der Antwort und Meinung des anderen ebenfalls wichtig. Man darf nicht vergessen, dass andere Menschen ebenfalls Gefühle haben und die Perspektive bestimmter Situationen von Personen unterschiedlich aufgefasst wird.

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