Seife selbst herstellen

bunte Seife selber machen
Seife kennen und benutzen wir alle, im Supermarkt gibt es reichlich davon, in allen möglichen Ausführungen und Duftsorten.  Man kann Seife aber auch relativ einfach selbst herstellen.

Dazu gibt es im Internet fertige Packs zu kaufen, die alle Bausteine enthalten.  Man kann aber auch noch einen Schritt weitergehen und sich alle Inhaltsstoffe selbst beschaffen, denn Seife besteht in erster Linie aus nur drei verschiedenen Komponenten, die frei erhältlich sind:

·    Fette und Öle, die fest oder flüssig sein können.
·    Eine Flüssigkeit, die mehr oder weniger edel sein kann, also entweder nur destilliertes Wasser, oder kostbareres Blütenwasser.
·    Natronlauge, auch Ätznatron oder Natriumhydroxid genannt, das das chemische Zeichen NaOH trägt.

Da es sich bei der Herstellung von Seife, oder auch dem sogenannten Sieden von Seife, um einen chemischen Prozess handelt, ist Vorsicht geboten.  Man sollte sich mit Schutzkleidung ausrüsten, also Brille, Handschuhen und Kittel der die Arme bedeckt, denn die Lauge die beim Sieden entsteht, ist in der Tat ätzend.  Das NaOH Pulver setzt außerdem Dämpfe frei, gegen die man besser einen Atemschutz tragen sollte.  Falls einmal etwas daneben gegangen ist, kann sie aber mit Essig neutralisiert werden, damit keine schlimmen Flecken entstehen.

Rezepte für Seife gibt es in Unmengen, hier möchten wir lediglich ein Grundrezept vorstellen, das durch Zugabe von verschiedenen Duftölen, Lebensmittelfarben, Kräutern, oder anderen nicht löslichen Stoffen, z.B. Seesand oder Kokosflocken für einen Peelingeffekt, die Seife nach Belieben variieren lassen.


Grundrezept:
200 g Kokosöl
300 g Rapsöl
400 g Margarine
270 g destilliertes Wasser
122 g NaOH
20 - 30 ml ätherisches Öl nach Wunsch
Weitere Hilfsmittel, die man später nicht mehr für die Lebensmittelbereitung benutzen sollte, sind folgende:

Ein großer, hoher Topf, mit einem Fassungsvermögen von ca. 3l, möglichst aus rostfreiem Edelstahl zum Kochen der Lauge
Ein kleiner 1l Topf zum Anrühren der Zutaten, wie oben
Glasbehälter zum Abwiegen der Zutaten
Holzlöffel
Küchenwaage
Bratenthermometer
Form oder Förmchen für die fertige Seifenmasse

Nun geht es ans Eingemachte, bzw. ans Einkochen der Seife.  

Zunächst wiegt man alle Zutaten ab und stellt sie bereit.  Dann setzt man Fette und Öle auf, die bei einer konstanten Temperatur von ca. 50-60ºC gehalten werden sollten, zur Kontrolle dippt man das Bratenthermometer hinein.

Nun löst man das Ätznatron im erhitzten destillierten Wasser auf und gibt es vorsichtig zu den Fetten in den Topf.  Mit dem Holzlöffel rührt man eine gute halbe Stunde, bis sich die Masse gefestigt hat.  Alle weiteren Zutaten sollten erst gegen Ende des Rührprozesses hinzugefügt werden.

Ist die Masse so fest, dass man mit dem Löffel Spuren darin zeichnen kann, so ist es Zeit, sie in die vorbereiteten Formen, oder kleinen Förmchen umzufüllen.

Die Seife muss nun darin mindestens 24 Stunden auskühlen, am besten mit Tüchern bedeckt, damit das Auskühlen langsam von statten gehen kann, dies ist wichtig, damit sich der PH Gehalt der Seife normalisieren kann.

Dann kann die Seife zum Trocknen an einen gut ventilierten Ort gelegt werden, wo sie einen Monat verbringen muss, am besten sogar ca. 6 Wochen.  In diesem Prozess der Verseifung senkt sich der PH Wert so weit, dass er von der menschlichen Haut vertragen werden kann, dies ist also erst nach mehreren Wochen der Fall.

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