Übersäuerung im Körper, so bringt man den Säurehaushalt wieder ins Gleichgewicht

Übersäuerung

Falsche Ernährung und Bewegungsmangel sind die häufigsten Ursachen für eine Übersäuerung des Körpers. Übersäuerung bedeutet, dass der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist.

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Bemerkbar macht sich die Übersäuerung des Körpers durch Völlegefühl, Blähungen, Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Infektionsanfälligkeit und Durchblutungsstörungen.

Das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper ist die Voraussetzung für einen gut funktionierenden Stoffwechsel. Der Säuregehalt des Körpers wird durch den pH-Wert gemessen. Das Blut hat normalerweise einen pH-Wert von 7,4. Liegt der Wert unter 7,35, ist der Körper übersäuert. In der Apotheke sind Indikatorpapiere erhältlich, mithilfe derer man selbst zu Hause den Säuregehalt des Blutes messen kann.

Bestimmte Säuren sind erforderlich und werden im Körper produziert, wie die aus Salzsäure bestehende Magensäure. Durch die Nahrung aufgenommene Substanzen werden durch Eiweißverdauung oder durch den Gärungsprozess zu Säuren, die der Körper in regulären Maßen neutralisieren und über Niere, Haut und Lunge ausscheiden kann. Gibt es jedoch einen chronischen Säureüberschuss im Körper, verschlechtert sich die Zellatmung und es entstehen gesundheitliche Probleme.

In den meisten fällen führen zu wenig Bewegung, zu viele Genussmittel (Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee und Nikotin) oder Umweltgifte wie Abgase und Düngemittel zu Übersäuerung. Andere mögliche Ursachen sind Stress, Wut, Elektrosmog oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Nierenerkrankungen.

Als besonders säurebildende bzw. säurereiche Nahrungsmittel gelten Fleisch, Wurst, Nudeln, Reis, Fruchtsäfte, Früchtetee, Joghurt, saure Sahne, Quark, Eier, Hartkäse, Geräuchertes und Süßigkeiten. Bei übermäßigem Verzehr können auch gesunde Gemüsesorten wie Artischocken, Spargel und Sauerkraut zuviel Säure bilden.

Bei akuter Übersäuerung sollte man auf saures Obst, Zitrusfrüchte, Beeren, unreifes Obst und geschwefelte Trockenfrüchte, Weißmehlprodukte, kohlensäurehaltige getränke, alkoholische Getränke, Kaffee, schwarzen Tee und Backhefe verzichten.
Basen sind die natürlichen Antipole der Säuren, das heißt, sie neutralisieren diese und bauen den Säureüberschuss ab. Basische Lebensmittel sind Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium und Eisen, Blattsalate, Oliven, Zwiebeln, Knoblauch, Soja, Algen, Hülsenfrüchte, Pilze, Kräuter und vor allem Kartoffeln.

Entsäuerungskur

Eine Entsäuerungskur wird empfohlen, um starken Säureüberschuss im Körper abzubauen. Während der Entsäuerungskur werden basenreiche Nahrungsmittel aufgenommen und weitgehend auf säurebildende verzichtet. Leichte Übersäuerung reguliert sich durch die Kur bereits nach einer Woche. Generell empfiehlt sich aber eine Entsäuerungskur von bis zu vier Wochen. Sicherheitshalber sollte man bei bestehenden Krankheiten die Entsäuerungskur mit dem Arzt besprechen.

Eine Stunde Bewegung pro Tag gehört zu der Kur dazu, möglichst schweißtreibend. Die Nahrung sollte unter schonendem Garen zubereitet werden.

Erlaubte Lebensmittel
frische Gemüse und Salate
ein bis zwei Tage altes Mehr- oder Vollkornbrot
Gemüsebrühe
kohlensäurearmes oder stilles Mineralwasser
Kartoffeln

Nicht erlaubte Lebensmittel
Kochsalz
kohlensäurehaltige Getränke
Zitrusfrüchte
Alkohol
Kaffee und schwarzer Tee