Diabetes mit Naturheilkunde behandeln

Kräutertee

Heilkräuter und Akupunktur können bei Diabetes tatsächlich helfen. Die Naturheilkunde hat verschiedene Möglichkeiten, Diabetes zu bekämpfen und das Leben mit der Zuckerkrankheit zu erleichtern.

Ein fester Essenszeitplan, ausgewogene und berechnete Mahlzeiten, Bewegung und möglichst wenig Stress sind der Alltag eines Diabetikers. Die Natur bietet einige weitere Möglichkeiten, dem Diabetiker zu helfen, ein weitgehend "normales" Leben zu führen.

 

Einige der vielversprechendsten Behandlungsalternativen für hohen Blutzucker sind in der Naturapotheke zu finden. Pflanzen und Kräuter sind seit langem ein wichtiger Bestandteil in der schulmedizinischen Behandlung von Diabetes.

 

Bittermelone: Die Bittermelone ist ein Grundnahrungsmittel in der chinesischen und indischen Küche. Sie wird in den tropischen Zonen Asiens, Afrikas und Südamerikas angebaut und wird unter anderem als Verhütungsmittel und als Behandlung bei Schuppenflechte verwendet. Hauptsächlich ist die Bittermelone jedoch bekannt für ihre Blutzuckerspiegel senkenden Eigenschaften. Fruchtfleisch und Samen der Bittermelone beinhalten Stoffe, die Glukose und Insulin beeinflussen.

Die Bittermelone wirkt auf mehrere Weisen: sie erhöht die Insulinproduktion, verbessert die Fähigkeit der Zellen, Glukose zu absorbieren und verhindert die Freigabe von Glukose in der Leber. In einer Studie tranken 100 Teilnehmer mit Diabetes Typ 2 verflüssigtes Fruchtfleisch der Bittermelone. Nur wenige Stunden später wurde bei den Teilnehmern eine beachtliche Senkung des Blutzuckerspiegels festgestellt.

 

Reformhäuser oder asiatische Lebensmittelgeschäfte bieten Bittermelone in verschiedenen Formen an, als Pulver, Extrakt, Saft und rohes Gemüse. Die tägliche Einnahme von Bittermelone laut Naturheilkundeärzten ist 50ml Saft, doch wer den bitteren Geschmack nicht mag, kann sie auch in Kapselform nehmen. Wichtig ist, dass das Produkt aus dem Fruchtfleisch oder den Samen hergestellt wurde, nicht aus den Blättern.

Da wie vorher erwähnt die Bittermelone als Verhütungsmittel verwendet wird, sollte man sie nicht konsumieren, wenn man schwanger ist oder schwanger werden möchte. Ebenso sollten alle Bittermelonenprodukte ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, da der Saft bei Kindern zu Vergiftungen führen kann.

 

Gymnema: In Indien und Afrika, wo Gymnema Sylvestre in den tropischen Wäldern wächst, wird die Pflanze seit Jahrhunderten bei Zuckerkrankheit verwendet. Tatsächlich ist der Hindi-Name für Gymnema "gurmar" und bedeutet "Zuckerzerstörer".

Naturheilkundler halten Gymnema für das beste pflanzliche Mittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels. In mehreren Studien mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 Patienten wurde festgestellt, dass sich der allgemeine Blutzuckerspiegel deutlich verringerte. In einigen Fällen konnten die Patienten sogar vollständig ihre Medizin absetzen.

 

Da man mit der Einnahme von Gymnema Resultate erwarten kann, ist es wichtig, dies mit dem behandelnden Diabetesarzt abzusprechen, damit dieser die Pflanze in den Behandlungsplan einkalkulieren kann. Es gibt wenig offizielle Information über Gymnema als Medizin, und obwohl es keine nachteiligen Berichte über Nebenwirkungen gibt, sollte man aufgrund des Mangels an Studien während der Schwangerschaft und der Stillzeit kein Gymnema einnehmen. Die üblichen Dosen sind 400 bis 600mg pro Tag. Wird Gymnema im Zusammenhang mit Diabetesmedikamenten genommen, muss der Blutzuckerspiegel beobachtet werden, damit er nicht zu stark abfällt.

 

Bockshornklee: In Mediterranen Ländern und im Nahen Osten ist Bockshornklee als Geschmacksverstärker bekannt, doch das ist nicht alles, was die Pflanze zu bieten hat. Frühe Griechische und Lateinische Medizin erwähnen Bockshornklee als Behandlung gegen hohen Blutzucker. In einer Studie mit 60 Typ2 Diabetespatienten, die über einen Zeitraum von 6 Monaten täglich 25g Bockshornklee in zwei gleichen Dosen mit Mittag- und Abendessen einnahmen, wurde eine Senkung des Blutzuckerspiegels von 20% festgestellt.

 

Bockshornklee gibt es als Pulver zum Würzen von Speisen, kann aber auch in Form von Tee eingenommen werden.

 

Akupunktur: Die Schulmedizin erkennt Akupunktur als blutzuckersenkende Behandlung nicht an. Naturheilkundeärzte und Experten der traditionellen chinesischen Heilmethode schwören auf ihre Wirkung. Nach der Chinesischen Philosophie werden Krankheiten durch ein Ungleichgewicht der Lebensenergie verursacht, die durch den Körper auf unsichtbaren Pfaden, Meridiane genannt, fliesst. Akupunktur soll durch das Einstechen von Nadeln an bestimmten Stellen des Meridiansystems das Gleichgewicht der Lebensenergie wiederherstellen. Die Einstichpunkte sind für jede Krankheit unterschiedlich.

Die Wirkung von Akupunktur bei Diabetes ist nicht erwiesen. Studien von Chinesischer Therapie zeigen jedoch, dass der Blutzuckerspiegel bei Diabetikern durch Akupunkturbehandlung bis zu 50% gesenkt wurde.

Wer geneigt ist, Akupunktur bei Diabetes auszuprobieren, sollte dem Arzt mitteilen, wenn er unter Neuropathie oder schlechter Blutzirkulation leidet.

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