Selbsthilfe des Körpers bei Kälte

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Unsere Urahnen hatten keine beheizte Wohnung oder warme Kleidung. Daher sind im menschlichen Körper automatische Mechanismen eingebaut, die die Organe vor Kälte schützen. Diese Mechanismen sind zum Beispiel Gänsehaut, Muskelzittern und gedrosselter Blutfluss.

Was genau bewirken diese Mechanismen, wie funktioniert Gänsehaut?

Die sogenanne Gänsehaut ist eine Reaktion des Körpers auf die Temperatur seines Umfeldes. Sinkt die Außentemperatur, versucht der Körper seine normale Temperatur von 37 Grad aufrecht zu erhalten. Eine der Maßnahmen zur Erhaltung der Körpertemperatur ist die Gänsehaut.
Ursprünglich war unser ganzer Körper mit dichten Haaren bedeckt. Wenn sich also durch Zusammenziehen kleiner Muskeln in der Haut die Körperhaare aufrichteten, wurde dadurch die warme Luft am Körper festgehalten. Es entstand eine Art Isolierung zwischen der Haut und der Außenluft.

Da wir durch die Evolution inzwischen unser Fell verloren haben, ist die Gänsehaut nicht mehr effektiv. Sie ist lediglich ein Überbleibsel der Evolution.

Eine weitere und immer noch effektive Maßnahme des Körpers, seine Temperatur zu halten, ist das Muskelzittern. Kurzfristig werden Muskeln zu schnellen Bewegungen angeregt, die Wärme im Innern erzeugen. Besser ist es jedoch, sich zu bewegen, denn Muskeln in Bewegung produzieren das Zehnfache An Wärme eines ruhenden Muskels.

Kalorienverbrennung trägt ebenfalls zur Erhaltung der Körpertemperatur bei. Im Winter verbraucht der Körper auch ohne Bewegung mehr Energie als im Sommer.

Bei extremer Kälte vermindert sich der Blufluss in die Extremitäten. Nur die lebenswichtigen Organe werden noch voll mit Blut versorgt. Die Temperatur der Arme und Beine sinkt.

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