Kamillentee gegen Husten
Kamillentee gegen Husten

Feuchter oder trockener Husten: welche Mittel helfen gegen welche Art Husten?

Kamillentee gegen Husten

Es gibt zwei Arten von Husten, trockenen Reizhusten und feuchten, schleimabtragenden Husten. Je nach Art des Hustens gibt es verschiedene natürliche Mittel, Linderung zu bekommen.

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Der feuchte Husten ist eine Reaktion des Körpers, in den Atemwegen angesammelten Schleim abzutragen. Dieser Husten wird meist durch Erkältungskrankheiten oder Allergien verursacht.
Ein trockener Husten hingegen dient nicht zur Schleimabtragung und irritiert lediglich den Rachen. Der trockene Reizhusten entsteht meist durch Rauch, Staub oder andere äußere Reizungen.

Durch eine Infektion in den Atemwegen oder eine allergische Reaktion schwellen die oberen Luftwege an und produzieren Schleim. Bildet sich zuviel Schleim, wirft der Körper diesen durch Husten aus. Deshalb ist es wichtig, schleimabwerfenden Husten nicht zu unterdrücken, sondern die Schleimablösung zu fördern. Je schneller der Schleim gelöst wird, umso weniger muss der Körper Husten.
Das Lutschen von Andorn- oder Salbeibonbons unterstützt die Schleimablösung. Gut sind auch Bonbons mit Zitrone.
Äußerlich anwendbare Mittel wie Wick VapoRub enthalten hustenreizlindernde ätherische Öle, die beim Auftragen auf den Brustbereich inhaliert werden. Sie sind bei beiden Formen des Hustens anwendbar, denn beim feuchten Husten wirken sie schleimlösend, beim trockenen Husten reizlindernd.

Bei trockenem Husten sollte man versuchen, den Reiz im Rachenbereich zu lindern und den Rachen vor Irritation zu schützen.
Traditionelle Hustenbonbons beinhalten eine gelartige Substanz, die den Rachenbereich beruhigt und so die Reizung zum Husten lindert. Auch herkömmliche Bonbons erhöhen die Speichelproduktion im Mund und führen so zu vermehrtem Schlucken, welches den Husten unterdrücken hilft.

Teeaufgüsse mit beruhigenden Kräutern wie Salbei oder Kamille wirken schonend und heilend für den Rachen. Die heiße Flüssigkeit fördert den Schlaimabwurf.

Wenn die Kehle bereits rau und schmerzhaft vom Husten ist, kann man es mit einer anderen Hustentechnik versuchen. Sobald man den Husten fühlt, kann man sich zu mehreren kleinen Husten zwingen, die sanfter für den Rachen sind. Erst am Ende der Hustenserie kann man den großen Husten herauslassen. Die Serie der kleinen Hustenstöße befördert den Schleim in Richtung Luftröhre, so dass beim letzten Hustenstoß alles auf einmal herausgeworfen wird.
Beim trockenen Reizhusten wird mit dieser Methode der Rachen ebenfalls geschont.

Bei starkem nächtlichen Husten sollte man das Schlafzimmer mit einem Luftbefeuchtet ausstatten. Erhöhte Luftfeuchtigkeit vermindert die Reizung beim trockenen Husten und fördert den Schleimabwurf beim feuchten Husten.

Gewöhnlich sollte der Husten nach spätestens zehn Tagen abklingen. Hat er sich nach zwei Wochen nicht deutlich verbessert oder man hustet Blut, sollte man zum Arzt gehen.