
Bei einer Blinddarmentzündung entzündet sich der Wurmfortsatz des Darms, der als Blinddarm bekannt ist. Eine Blinddarmreizung oder -entzündung macht sich durch starke Schmerzen Magen und rechtsseitigen Unterleib bemerkbar. Häufig kann die Entzündung durch medikamentöse Behandlung geheilt werden; in schlimmen Fällen ist jedoch ein operativer Eingriff erforderlich. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann der Blinddarm platzen.
Da es mitunter schwierig ist, eine Blinddarmentzündung im frühen Stadium zu erkennen, ist es sinnvoll, vorzubeugen und die Entzündung gar nicht erst entstehen zu lassen.
Gewöhnlich wird die Blinddarmentzündung durch eine Infektion im Verdauungstrakt verursacht. Weitere mögliche Gründe sind Stuhlablagerungen, die den Wurmfortsatz blockieren.
Typische Symptome bei einer Blinddarmentzündung sind starke Schmerzen um den Bauchnabelbereich, der rechtsseitig in den Unterleib zieht. Dazu kommen Erbrechen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Fieber und häufiges, schmerzhaftes Urinieren. Der Schmerzen tritt vor allem bei der Veränderung der Körperhaltung, Niesen und Husten oder Abtasten der Bauchgegend auf.
Vorbeugung einer Blinddarmentzündung
Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage der Vorbeugung. Schwer verdauliche Speisen bleiben leichter im Blinddarm stecken und verfaulen dort. Die Nahrung sollte viele Ballaststoffe enthalten und es sollte ausreichend Flüssigkeit getrunken werden. Dadurch wird die Verdauung der Nahrung vereinfacht und beschleunigt.
Frische Gemüse und Früchte sollten täglich gegessen werden. Besonders fördernd sind Möhrensaft, Salatgurken und Rote Bete.
Vollkornprodukte sollten Weißmehlprodukte ersetzen.
Hülsenfrüchte wirken sich positiv auf die Verdauung aus und hemmen eine Blinddarmreizung.
Die Mahlzeiten sollten nicht im Übermaß gewürzt werden. Zu starke Würzmittel begünstigen eine Infektion im Darmtrakt.
Kräutertee aus Brombeerblättern kann regelmäßig ein bis zweimal täglich getrunken werden. Die Brombeerblätter wirken entzündungshemmend und fördern das Durchspülen des Darms.
Bei Verdacht auf eine Blinddarmreizung, bei der sich noch keine starken Symptome zeigen, kann man eine Blut- oder Urinuntersuchung oder eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Es gibt keine absolut sichere Vorbeugung gegen Blinddarmentzündung, aber die oben genannten Tipps reduzieren die Wahrscheinlichkeit erheblich.
