Augenpflaster

Augenpflaster zur Behandlung von Sehschwäche

Augenpflaster

Ein relativ weit verbreitetes Problem bei Kindern ist die sogenannte Amblyopie, eine Sehschwäche, die im Volksmund als „Schielen“ bezeichnet wird. Amblyopie gehört zu den häufigsten Ursachen der Reduzierung des Sehvermögens.

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Das „schlechte“ Auge sendet dem Gehirn verschwommene Bilder. Eine Brille gibt dem Kind zwar eine stärkere Sehkraft, korrigiert das Problem jedoch nicht vollständig. Das Gehirn hat durch die Sehschwäche gelernt, verschwommen zu sehen und ist nicht in der Lage, das scharfe Bild der Brille zu interpretieren. Deshalb wird auf ein Auge des Kindes ein Pflaster geklebt, dass das Senden von Bildern dieses Auges an das Gehirn vollständig verhindert. Das nicht abgeklebte Auge wird „gezwungen“ richtig zu sehen und wird stärker.

Die Behandlung von Amblyopie mit einem Pflaster sollte nur durchgeführt werden, wenn der Augenarzt dies verordnet. Der Arzt sollte regelmäßig prüfen, wie das Augenpflaster die Sehkraft beeinflusst. Bei frühzeitiger Behandlung in jungen Jahren ist die Behandlung ziemlich erfolgreich. Wichtig ist die genaue Befolgung der Anweisungen des Augenarztes. Das dominante Auge wird abgeklebt, um das schwächere Auge zu trainieren.

Das Pflaster wird direkt auf das Auge oder auf ein Brillenglas geklebt. Eine Augenklappe eignet sich nicht, da die Kinder sie leicht hochschieben können, um mit dem Auge sehen zu können.

Eine Alternative zum Augenpflaster ist die Behandlung mit Augentropfen. Die Sehkraft des dominanten Augen wird durch Tropfen vorübergehend geschwächt, um das schwache Auge zu stärken. Augentropfen werden bei leichteren Fällen von Amblyopie verwendet oder wenn das Kind kein Pflaster tragen kann. Beide Behandlungsformen erzielen bei milden Formen der Sehschwäche gleich gute Ergebnisse, doch der Augenarzt entscheidet, welche Methode für das Kind angemessen ist.
Ist das dominante Auge kurzsichtig, werden Augentropfen als Behandlung nicht empfohlen.

Das Augenpflaster verbessert die Sehkraft zwar innerhalb weniger Wochen, doch für optimale Ergebnisse bleibt es meist mehrere Monate auf dem Auge. Hat sich die Sehkraft verbessert und das Pflaster wird entfernt, ist es oft erforderlich, für mehrere Stunden am Tag ein neues Pflaster aufzukleben oder Augentropfen als weiterführende Behandlung zu verwenden. Diese Nachbehandlung kann einige Jahre lang notwendig sein.