
Nicht nur der Körper einer werdenden Mutter wird durch die Schwangerschaft beeinflusst, auch das Gehirn unterzieht sich einigen Anpassungen. So wirkt sich die Schwangerschaft auf das weibliche Gehirn aus:
Gehirnschrumpfung. Das Gehirn wird tatsächlich bis zu sechs Prozent kleiner während der Schwangerschaft. Das erklärt vielleicht auch die leichte geistige Verschwommenheit, über die sich viele schwangere Frauen beklagen. Allerdings ist die Gehirnschrumpfung nur vorübergehend. Bis zur 24. Woche nach der Entbindung hat das Gehirn wieder seine ursprüngliche Größe.
Männliche Gefahr. Frauen fühlen sich während der Schwangerschaft besonders verletzlich, weshalb sie unterbewusst wachsamer Männern gegenüber werden. Männer stellen eine potentielle Gefahr dar und werden instinktiv gemieden. Dies kommt nicht von ungefähr, denn in den USA ist Mord die häufigste Todesursache von schwangeren Frauen und jungen Müttern.
Multitasking. Die Fähigkeit, mehrere Aufgaben zugleich zu erledigen, erhöht sich während der Schwangerschaft. Die Schwangerschaftshormone fördern den präfrontalen Cortex, also den Teil des Gehirns, der menschliches Multitasking möglich macht.
Gesteigerte Gefühle. Oxytocin, das Hormon, dass während der Entbindung und des Stillens ausgeschüttet wird, macht Frauen ruhiger, steigert aber interessanterweise auch die Aggression gegenüber möglichen Gefahren.
Erhöhte Intelligenz. Frauen mit besonders starken positiven Gefühlen gegenüber ihrem Baby werden intelligenter. Die Emotionen lösen Strukturveränderungen im Gehirn aus, die dessen Kapazität zur Informationsverarbeitung steigern.
Fremdartige Gesichter fördern Anspannung. Die ersten drei Monate der Schwangerschaft eignen sich weniger gut für Auslandsreisen in fremde Kulturen, denn die fremdartig aussehenden Gesichter lösen innere Anspannung aus. Dies kann damit zu erklären sein, dass der Fötus anfälliger ist und fremdartige Menschen mit ungewohnten Krankheitserregern assoziiert werden, gegen die das Baby ungeschützt ist. Dies richtet sich gewöhnlich nicht gegen ausländische Mitbürger, sondern äußert sich vor allem dann, wenn die Frau sich selbst im Ausland, also in der Zone fremder Krankheitserreger, befindet.
