Wenn Kinder früh aufwachen

Kind im Bett

Kleine Kinder wachen häufig bei Sonnenaufgang auf, was ihre Eltern zur Verzweiflung bringen kann. Obwohl dies eine normale Entwicklung im Biorhythmus ist, kann das frühe Aufwachen eines Kindes auf ein gestörtes Schlafmuster zurückführen. Jeder Mensch hat eine individuelle innere Uhr, die bestimmt, wann geschlafen und wann gewacht wird. Mit dem Einbruch der Dunkelheit produziert der Körper Schlafhormone, die uns helfen, den Körper zu entspannen und auszuruhen.

 

Mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen werden die Schlafhormone durch Wachhormone ersetzt. Kinder, die im Sommer morgens um halb sechs Uhr aufwachen haben also eigentlich eine gesund und natürlich eingestellte innere Uhr, während die Erwachsenen ihren Rhythmus im Laufe ihres Lebens ihrem Alltag angepasst haben.

 

Wenn ein Kind früh morgens weinend aufwacht, deutet dies auf einen gestörten Schlafrhythmus hin. Das Kind muss lernen, wieder einzuschlafen. Ein Kind sollte morgens zufrieden aufwachen als Zeichen dafür, dass es ausreichend geschlafen hat.

 

Maßnahmen gegen gestörtes Schlafverhalten

Oftmals macht es schon einen Unterschied, dass Kind etwas später ins Bett zu bringen. Die meisten Kinder meistern die Uhrumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit innerhalb von 4 bis 5 Tagen, wenn wir den Schlafrhythmus dementsprechend anpassen.

Leider funktioniert es aber nicht immer, ein Kind einfach später ins Bett zu bringen. Viele Kinder lernen einfach, mit weniger Schlaf auszukommen und wachen trotzdem um die gleiche Zeit. Dann sind sie tagsüber häufig schlecht gelaunt, weil ihnen der Schlaf fehlt.

 

Anstatt also den Schlafrhythmus des Kindes zu ändern, sollten wir uns auf den Wachrhythmus konzentrieren. Mit ein wenig Zeit und Geduld können die Kinder lernen, in unseren Tagesrhythmus zu passen. Wenn das Kind früh aufwacht, kann man es zum Beispiel eine Weile allein in seinem Zimmer spielen lassen, indem man genügend Spielzeug in seine Reichweite legt.

 

Man kann ihnen eine Kinderuhr geben und ihnen erklären, dass sie nicht in Mami's und Papi's Zimmer kommen dürfen, bis der kleine Zeiger auf der Sieben steht.

 

Will das Kind in der Nähe seiner Eltern sein anstatt in seinem Zimmer, kann man ihm Spielsachen ins Elternschlafzimmer hinlegen und ihm erlauben, dort eine Weile leise zu spielen.

 

Für jeden Morgen, an dem das Kind seine Eltern nicht so früh stört, sollte es eine kleine Belohnung bekommen, wie Aufkleber auf einem Kalender.

 

Natürlich sollte man sich versichern, dass das Kind nicht aufwacht, weil ihm kalt ist oder es ein Problem hat. Ein Kind, dass seine Decke während des Schlafs wegtritt, schläft vielleicht besser in einem Schlafsack.

 

Kindern, die beim Aufwachen etwas zu trinken fordern, kann man ein Trinken neben das Bett stellen, damit sie sich selbst bediene können.

 

Man kann eine kleine Tüte oder eine kleine Kiste mit Überraschungsspielzeug hinstellen, damit die Kinder morgens motiviert sind, sich zu beschäftigen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.