Was tun bei Verdauungsbeschwerden in der Schwangerschaft

Joghurt und Ballaststoffe

Ab der 21. Woche sind Verdauungsbeschwerden bei Schwangerschaften sehr häufig. Die Beschwerden zeigen sich gewöhnlich durch Sodbrennen, Magendrücken und Verstopfung.

 

Je größer die Gebärmutter wird, umso mehr beginnt sie, auf die Verdauungsorgane Druck auszuüben. Die Magenkapazität wird deutlich eingeschränkt und der gesamte Verdauungsapparat verlangsamt sich. Das führt dazu, dass Nahrung länger im Magen bleibt und sich wie ein schwerer Brocken anfühlen kann. Das kann sogar zu anhaltenden Magenschmerzen und Rückenschmerzen führen.

Die Klappe zwischen Speiseröhre und Magen arbeitet nicht mehr mit der gleichen Effizienz wie gewöhnlich, so dass manchmal die Magensäure wieder nach oben steigt und Sodbrennen verursacht. Solange die Symptome höchstens wenige Stunden anhalten, gibt es keinen Grund zur Sorge. Es gibt Möglichkeit, die Beschwerden zu verringern:

Linderung bei Sodbrennen

Lieber häufig kleinere Mahlzeiten essen als drei Hauptmahlzeiten. Besonders fettige, schwere, stark gewürzte oder sauer eingelegte Speisen vermeiden.

Vor den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen ein Glas Milch trinken oder einen Naturjoghurt essen. Die Milchsäure hilft beim Neutralisieren der Magensäure.

Während des Essens aufrecht sitzen, um den Druck auf den Magen zu verringern.

Nach dem Essen nicht sofort hinlegen, mindestens eine Stunde warten. Nachts den Oberkörper mit mehreren Kissen erhöhen.

Bei lang anhaltenden oder sehr starken Beschwerden den Arzt um Rat fragen.

Die verlangsamte Verdauung und der erhöhte Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft kann zu Verstopfung führen, wodurch man sich gereizt und schwerfällig fühlt. Gegen Verstopfung helfen folgende Maßnahmen.

Linderung bei Verstopfung

Ballaststoffreiche Nahrung, viel frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen.

Flüssigkeitsaufnahme erhöhen, mindestens 2 Liter am Tag. Vornehmlich Wasser trinken.

Regelmäßig bewegen, eine Stunde am Tag spazierengehen.

Auch bei Verstopfung gilt: kleinere Mahlzeiten, dafür häufiger am Tag essen, um den Magen nicht zu überlasten.

Probiotischen Naturjoghurt mindestens zweimal am Tag essen.

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