Wie gesund sind Orangen?

Die immergrünen Orangenbäume verwöhnen uns mit ihrer saftigen Frucht das ganze Jahr über.
In Europa werden Orangen im Juli und im Dezember geerntet.
Orangen werden uns als besonders gesund uns schmackhaft angepriesen, den wer mag sie nicht?

Wie gesund sind Orangen eigentlich, und wofür kann man sie alles verwenden?

Herkunft:

Das Wort „Orange“ soll ursprünglich von dem Tamil Wort „naru“ (Duft) stammen, da der Duft der Orangen Stress und Spannung löst. Verschiedene Varianten des Wortes, wie spanisch „naranja“ und französisch „orange“ hat sich auch im deutschen Sprachraum verbreitet. Die Orange kommt ursprünglich aus dem Südosten Asiens. In vielen Sprachen heißt sie daher auch „Apfel von China“ (Apfelsine).

Die Frucht wird in Ländern mit heißem Klima angebaut, hauptsächlich in Brasilien, USA, Mexiko, Indien, China, Spanien, Italien, Iran, Ägypten und Pakistan.

Orangenarten:


Die Persische Orange wurde im 11. Jahrhundert in Europa eingeführt und war ursprünglich bitter. Im 15. Jahrhundert wurde sie mit der süßen Orange aus Indien gekreuzt und ist seitdem die beliebteste Orangenart.

Die Navel-Orange entstand im Jahre 1820 als Mutation in einem brasilianischen Kloster. Da die Frucht kernlos ist, wird sie hauptsächlich zur Kreuzung mit anderen Arten benutzt. Sie wird in Kalifornien angebaut.

Die Valencia Orange ist eine sehr süße Art und eignet sich besonders zur Versaftung. Sie reifen spät in der Saison, wenn viele andere Orangenarten nicht mehr wachsen.

Die Blutorange hat blutrotes Fruchtfleisch und einen sehr eigenen Geschmack. Sie wird außerdem als Zutat für Sevilla-Marmelade verwendet.

Die Sevilla-Orange ist bitter und wird selten auf Märkten verkauft, sondern hauptsächlich zur Verarbeitung zu Marmelade und Likören verwendet.

Kauf und Aufbewahrung:

Orangen kann man das ganze Jahr über kaufen, da sie in vielen Ländern um den Globus verteilt wachsen und daher zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Am besten sind sie jedoch, wenn man sie in den kalten Monaten kauft.

Die schmackhaftesten Früchte sind schwer und haben eine gleichmäßige Schale. Grünliche Linien in der Schale sind meist nur klimatisch bedingt und haben nichts zu sagen. Vermeide Früchte mit weichen oder schimmeligen Stellen.

Man kann alles an der Orange verwenden, also auch die Schale. Will man die Schale als Geschmacksverstärker raspeln, empfiehlt es sich, sie unter kalten Wasser gründlich zu waschen, bevor man sie raspelt. Will man nur das Fruchtfleisch, kann man einfach die Schale aufbrechen oder aufschneiden und das Fruchtfleisch direkt essen.

Im Kühlschrank halten sich reife Orangen etwa zwei Wochen. Die geraspelte Schale kann man einfrieren, aber sie verliert geringfügig an Aroma.

Verarbeitung der Frucht:

Die Orange ist eine der besten Früchte zum roh essen und versaften. Aus Orangen werden eine Menge verschiedener Produkte hergestellt. Sie werden in Salaten und Desserts, als Gebäck und zum Kochen verwendet, zu Marmelade verarbeitet, und ihre Schale eignet sich für Liköre, zum verfeinern und zur extrahieren von essentiellem Öl. Orangenwasser wird aus den Blüten hergestellt und findet Anwendung in der Indischen Küche. Die Frucht und die geraspelte Schale kann in Kuchen und Getränken sowie als Garnierung verwendet werden. Das Fruchtfleisch wird häufig mit Meeresfrüchten serviert. Als Variation kann man dazu die Blutorange mit ihrem Himbeerartigen Geschmack und der interessanten Farbe nehmen.

Bittere Orangen werden für Marmeladen, Gelees, Sirup und Soßen verwendet. Ihre bittere Schale gibt Likören wie Curacao, Cointreau und Grand Mernier einen Hauch von Orangenaroma. Das Geheimnis des zarten Aromas ist ein feiner Raspel, je feiner der Raspel, umso feiner der Geschmack.



Nährwert:

Orangen enthalten Flavonoide, welche eine der größten Gruppen der diätetischen Antioxidanten sind, besonders Vitamin C, und die freien Radikalen bekämpfen. Freie Radikale verursachen Zellschäden, die zu Krebs, Herzkrankheiten, Arthritis und Alterserscheinungen führen. Eine einzige Orange enthält bis zu 70mg Vitamin C, welches beinahe 117% der empfohlenen Tagesdosis ist.



Nährwert einer großen Orange:



86 Kalorien

1,7g Protein

21,6g Kohlenhydrate

0,22g Fett

4,4g Ballaststoffe

70mg Vitamin C

0,16mgThiamin

55mcg Folsäure

325,8mg Potassium

405 IU Vitamin A

0,1mg Vitamin B-6

0,5mg Niacin

0,5mg Pantothensäure

72mg Calcium

0,2mg Eisen

18mg Magnesium

0,1mg Zink

0,1mg Kupfer

25,2mg Phosphor

0,9mcg Selen



Medizinischer Wert:

Orangen sind eine natürliche Quelle für Vitamin B6 und Folsäure. Studien zufolge bekommen die meisten Menschen, besonders schwangere Frauen, nicht genug von diesen Vitaminen. Bei zu geringem Verzehr von Folsäure während der Schwangerschaft steigt das Risiko auf ein Kind mit Down-Syndrom.

Ein Mangel an Vitamin B6 kann zu schweren Nervenröhrenschäden führen. Eine Orange deckt 13,4% des Tagesbedarfs an Folsäure und 5,4% des Tagesbedarfs an Vitamin B6.

Orangen sind außerdem eine fettarme und leicht verdauliche Quelle von Kohlenhydraten. Bei körperlicher Betätigung verbrauchen die Muskeln gespeicherte Kohlenhydrate. Der Verzehr von kohlenhydratreichen Nahrungsmitten wie Orangen fördert eine schnelle Erholung nach dem Sport.

Der hohe Anteil an Ballaststoffe in Orangen sorgt für ein gesundes Verdauungssystem, senkt den Cholesterinspiegel und reduziert das Risiko auf Herzkrankheiten.

Der Saft einer Orange fördert die Verdauung durch seinen Anteil an Salzen. Es wird empfohlen, täglich ein Glas Orangensaft eine Stunde vor dem Frühstück zu trinken.

Orangen helfen auch gegen Fieber. Fieber ist eine Maßnahme des Körpers, durch die erhöhte Temperatur Giftstoffe auszuscheiden. Orangen helfen der fiebernden Person, in dem die Fruchtsäuren den Durst löscht, während der Saft die Ausscheidung der Giftstoffe durch die Haut und die Nieren fördert.

Für Kinder, die eine Diät mit wenig Milchprodukten haben, ist Orangensaft allerdings keine gute Idee, da er in diesem Fall den Calcium aus dem Körper entziehen kann.

Orangenduft löscht seelische und körperliche Anspannung sowie Ängstlichkeit.

Orangen fördern die Heilung des Körpers, stärken das Immunsystem, reduzieren das Krebsrisiko und fördern die Aufnahme von Eisen.

Tipp: Die abgeriebene Orangenschale kann man übrigens auch sehr gut zur Beseitigung von Zigarettenrauch verwenden.

Rezepte:

Orangen Mozzarella Salat (4 Portionen)

  • 4 Orangen in Scheiben geschnitten und leicht gegrillt

  • 12 kleine Salatblätter

  • 12 Scheiben Mozzarella

  • 12 frische Basilikumblätter

  • etwas Essig

  • schwarzer Pfeffer

  • 2 Teelöffel Orangenschalen

  • 3 Essl. Frische gepresser Orangensaft

  • 3 Teel. Olivenöl

  • Salz

Für eine Portion:

  • 3 Salatblätter auf einem Teller drapieren.

  • 1 Scheibe Mozzarella auf ein Salatblatt, eine Orangenscheibe oben drauf legen und mit Basilikum krönen.

  • Schwarzen Pfeffer und Orangenschale darauf verteilen.

  • Den frischgepressten Orangensaft mit dem Essig mischen und schütteln.

  • Während des Schüttelns Olivenöl hinzufügen.

  • Mit Salz würzen.

  • Im Kühlschrank aufbewahren.

 

Orangen-Zitronen Kartoffelbrei (4 Portionen)

  • 2 Teel. Orangenschale

  • 1 Teel. Zitronenschale

  • 2 Tassen fertigen warmen Kartoffelbrei

  • Salz und Pfeffer

Für eine Portion:

  • Orangenschale und Zitronenschale mit dem warmen Kartoffelbrei vermischen.

  • Mit Pfeffer und Salz würzen.

  • Sofort servieren.

 

Orange Sesam Couscous (4 Portionen)

  • 1 Tasse frischgepresster Orangensaft

  • ½ Tasse gehackte rote oder grüne Paprika

  • 1 Teel. Sesamöl

  • 1/8 Teel. Salz

  • 2/3 Tasse fertige Couscous

  • 1 Orange in Stücke geschnitten

  • 3 Essl. Gehackte Zwiebeln

Für eine Portion:

  • Saft, Paprika, Sesamöl und Salz in mittelgroßer Pfanne vermischen.

  • Zum Kochen bringen und Couscous hineingeben.

  • Vom Herd entfernen und abdecken, 5 Minuten stehen lassen.

  • Orangenstücke und Zwiebeln einmischen.

Siehe auch: wie kocht man eigentlich Couscous, Sevilla Orangenmarmelade
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok