Lächelnder Hund
Lächelnder Hund

Wie gut versteht der Mensch die Gefühle des Hundes?

Lächelnder Hund

Unterschiedliche Gesichtsausdrücke dienen dazu, den emotionalen Zustand zu reflektieren, um das entsprechende Sozialverhalten zu wählen. Ein wütender Gesichtsausdruck führt dazu, der Person oder dem Tier zur Konfliktvermeidung aus dem Weg zu gehen. Ein ängstlicher Gesichtsausdruck löst ein Beschützergefühl aus. Doch wie liest man den Gesichtsausdruck eines Hundes?

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Hunde haben zwar eine Reihe verschiedener Gesichtsausdrücke, doch sind diese wesentlich eingeschränkter als beim Menschen. Der Hund dominiert mit seiner Schnauze, die sowohl als Waffe als auch zur Manipulation seine Umwelt dient. Deshalb ist die Schnauze vor allem kräftig und weniger flexibel und verfügt über weniger Möglichkeiten, die Gefühle zu zeigen.

Der Hund zeigt in seinem Gesicht sechs Grundgefühle: Zufriedenheit, Traurigkeit, Überraschung, Ekel, Wut und Angst. Daneben verfügt er über einen neutralen Gesichtsausdruck. Zufriedenheit sieht man beim Spielen mit dem Hund, Angst zum Beispiel beim Tierarzt, Überraschung bei spielerischem Erschrecken, Ekel bei der Einnahme von Medikamenten und Traurigkeit bei Bestrafung. Der neutrale Gesichtsausdruck zeigt sich gewöhnlich, wenn der Hund nur sitzt und gar nichts geschieht.

Bestimmte Gesichtsausdrücke beim Hund lassen sich mit 90%iger Genauigkeit von jedem Laien erkennen. Dazu gehört vor allem Zufriedenheit. Die Schnauze ist offen und die Zunge hängt weit aus dem Maul heraus, wenn der Hund entspannt und zufrieden ist.
Die Fähigkeit des Menschen, den Gesichtsausdruck des Hundes zu interpretieren, ist überraschend schlecht. Wut wird häufig mit Ekel verwechselt und Angst mit Traurigkeit. Überraschung sehen viele Menschen als Angst.

Doch die Unfähigkeit des Menschen, die Gefühle des Hundes an seinem Gesicht abzulesen, bedeutet nicht, dass er den Hund nicht versteht. Zur Kommunikation zwischen Mensch und Tier gehört der ganze Körper. Mehr als vom Gesicht des Hundes liest der Mensch aus der Haltung des Hundes und dessen Schwanz ab. Der Schwanz kann unterwürfig eingeklemmt sein oder freudig wedeln und gibt so einen wesentlich besseren Aufschluss über die Gefühle des Hundes als dessen Gesicht. Auch können die Fellhaare des Hundes im Nacken und am Schwanz abstehen und somit auf Wut hinweisen. Ein ängstlicher Hund neigt zum Sabbern, während ein zufriedener Hund gleichmäßig hechelt. Nicht zu vergessen die Laute des Hundes wie Bellen, Knurren oder Winseln, die gewöhnlich sehr eindeutig zu interpretieren sind.