Tipps zur Beruhigung bei Spritzenphobie

Injektionsspritze

Niemand mag es wirklich, mit einer Nadel gepikst zu werden, doch etwa 10% der Bevölkerung leidet unter Nervosität und Angstzuständen, wenn es um Spritzen geht. Manche entzickeln eine regelrechte Spritzenphobie und werden sogar ohnmächtig, wenn der Arzt mit der Injektionsspritze kommt. 

Die Symptome einer Spritzenphobie äußern sich durch Blutdruckabfall, Schwitzen, Atembeschwerden, Herzrasen oder Ohnmachtsanfälle, sobald ihre Haut mit der Injektionsnadel in Berührung kommt. Die Angst kann so extrem werden, dass viele Menschen den Gang zum Arzt hinauszögern und gesundheitliche Probleme ignorieren.

 

Wer an Spritzenphobie oder starker Nervosität leidet, sollte seinem Arzt oder der Krankenschwester beim nächsten Besuch Bescheid geben. Mit Sicherheit sind ihnen solche Fälle nicht unbekannt und sie haben Techniken entwickelt, ihren Patienten zu helfen. Auch hilft es, vom Arzt selbst zu hören, dass er Erfahrung mit Angst vor der Spritze hat. Oft gibt es auch alternative Wege, das entsprechende Medikament zu verabreichen.

 

Wenn die Spritze gegeben wird, ist es hilfreich, flach zu liegen oder die Beine erhöht zu haben, um einen plötzlichen Ohnmachtsanfall zu verhindern. Man bleibt solange liegen, bis man sich kräftig genug fühlt, wieder aufzustehen. Wichtig ist, langsam aufzustehen. 

Bei extremer Phobie kann ein schnellwirkendes Anti-Angst-Medikament verabreicht werden, zum Beispiel Benzodiazepine, die innerhalb von 5 bis 15 Minuten nach Einnahme wirken. Wer sich für ein Medikament entscheidet, sollte eine Begleitperson mitbringen.

Spritzenphobiker, die zu Ohnmachtsanfällen neigen, können auch Erleichterung durch Beta-Blocker finden. Beta-Blocker verlangsamen den Herzschlag und bewirken so, dass sich die Herzkammer mehr füllt. Sie erweitern außerdem die Blutgefäße und senken so den Blutdruck.

 

Schließlich helfen noch Atemtechniken, die Angst zu kontrollieren. Schwindel und Ohnmacht entstehen, wenn das Gehirn nicht mit genug Sauerstoff versorgt wird. Nervosität und Angst lassen einen oft unbewusst den Atmen anhalten oder verursachen Hyperventilieren, wodurch das Gehirn unterversorgt bleibt. Durch Bauchatmung kann Angst kontrolliert werden. Dabei tief einatmen und dabei die Bauchmuskeln herunterdrücken, so dass der Bauch sich nach außen wölbt. Beim Ausatmen den Bauch wieder einziehen. In der Brust gibt es nur wenig Bewegung.

 

Angst vor Spritzen, was hilft dagegen?

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