Wie kommt es zur Kakerlakenpest

Kakerlaken 

Warmes Wetter unterstützt das Brüten von Kakerlaken. Nicht verwunderlich ist es daher, dass im Sommer, besonders im südeuropäischen Klima, zahlreiche Kakerlaken vorzufinden sind, die sich zur Plage entwickeln können. Wichtig ist es zur Beseitigung der Kakerlakenpest die Ursachen zu kennen, die die Kriechtiere anlocken.

 

Kakerlaken sind Aasfresser, die sich von den Überresten toter Tiere und organischem Abfall ernähren. Das ist der Hauptgrund, warum Kakerlaken im Haus so unerwünscht sind, denn mit ihnen werden Unrat und Krankheiten assoziiert.
Je nach Region und Klima ist es unvermeidlich, gelegentlich auf vereinzelte Kakerlaken zu stoßen. Eine Kakerlakenpest jedoch sollte die Alarmglocken schrillen lassen, da diese zu bakteriellen und viralen Infektionen führen können und Allergien verursachen.
Kakerlaken brauchen einen Unterschlupf und Nahrung. Kakerlakenbefall wird meist mit ungepflegten und alten Gebäuden in Verbindung gebracht, denn dort gibt es unzählige Ritzen und Winkel zum Verstecken. Allerdings kommt es durchaus auch in vorbildlichen Haushalten vor, dass die Zahl der Kakerlaken Überhand nimmt.

Zunächst müssen die Kakerlaken einen Weg ins Haus finden. Dies ist bei warmem Wetter nicht schwierig, da Fenster und Türen oft weit offen stehen. Ist es dem Hausbewohner möglich, die Kakerlaken fern zu halten, spart er sich viel Mühe. Viel schwieriger ist es, die Kakerlaken zu vertreiben, wenn sie sich einmal im Haus festgesetzt haben.
Ritzen in Fensterrahmen, Türen und Wänden kann man mit Kalk oder mit wetterfestem Klebeband versiegeln. Das gleiche gilt für kleine Löcher um Lampen und Steckdosen. Die unteren Bretter von Schränken und Regalen kann man mit Borsäure abreiben, um die Kakerlaken abzuwehren, denn dort finden sie gern Unterschlupf.
Mülltonnen vor dem Haus locken Kakerlaken in die Nähe, denn hier gibt es Nahrung im Überfluss. Ebenso sind Komposthaufen und Gartenabfälle gute Brutstätten.

Kakerlaken kommen nachts aus ihren Löchern. Bei einer Kakerlakenpest passiert es gewöhnlich, dass man diese nicht sofort bemerkt, denn tagsüber sind sie selten zu sehen. Steht man nachts auf und schaltet das Licht ein, sieht man die unerwünschten Mitbewohner überall herumrennen.
Im Innern des Hauses sind es nicht nur Abfälle und Schmutz, wo sich die Kakerlaken gern aufhalten. Auch Ansammlungen gewöhnlicher Hausgegenstände bieten viele Verstecke. Besonders in der Küche sollte man vermeiden, zuviele Gegenstände herumstehen zu lassen. Oft findet man Kakerlaken hinter lang lagernden, verpackten Lebensmitteln wie Konservendosen und Paketen. Kakerlaken ernähren sich notfalls von Papieretiketten, wenn sie nichts anderes mehr finden.

Obwohl Kakerlaken in hygienischen und unhygienischen Haushalten gleichermaßen auftreten können, ist ein unsauberes Haus wesentlich attraktiver, denn dort ist die Nahrung leichter zugänglich. Kakerlakenbefall in unhygienischen Bedingungen stellen eine größere Gefahr durch Bakterieninfektionen dar. Der mit Bakterien übersäte Unrat, der mit ihnen in Berührung kommt, wird überall verteilt. Zur Vermeidung des Kakerlakenbefalls sollte man kein schmutziges Geschirr herumstehen lassen und Essensreste sofort entsorgen. Oberflächen sollten mit Desinfektionsmitteln abgewaschen werden. Obst sollte nicht in einer offenen Schüssel auf dem Tisch stehen, sondern im Kühlschrank oder in verschlossenen Dosen aufbewahrt werden.

Neben Abfall benötigen Kakerlaken auch Zugang zu Wasser. Dies ist ein weiterer Grund, warum Kakerlaken sich besonders gern in Küchen und Badezimmern aufhalten. Wassernäpfe für Haustiere sollten nicht auf dem Boden stehen, sondern auf einer erhöhten, freigeräumten Oberfläche. Tropfende Wasserhähne sollte man reparieren und die Waschbecken und Spülbecken regelmäßig sauber wischen. Oft verstecken sich Kakerlaken im Innern des Spülausgusses. Zur Sicherheit sollte man den Ausguss und das Siphon regelmäßig erneuern.

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