
Es kann sich auszahlen, wenn man sich die Pflanzenwelt genauer ansieht und sie kopiert, wie im Falle des Schweizers George de Mestral.
Oft wird irrtümlich angenommen, dass der Klettverschluss im Zuge des Amerikanischen Weltraumprogramms entwickelt wurde. Tatsächlich wurde der Klettverschluss 1948 von dem Schweizer Techniker George de Mestral erfunden, als dieser gerade seinen Hund Gassi führte. Als er nach hause kam, waren er und sein Hund übersät mit Kletten, was ihn auf eine Idee brachte.
Er pflückte eine dieser Kletten von seiner Jacke und untersuchte sie unter dem Mikroskop. Das Mikroskop enthüllte die Geheimnisse dieses Samens, nämlich die kleinen Häkchen, mit denen er sich an Fell oder Fasern heftet, besonders, wenn es sich um Kleiderstoffe mit winzigen Schlaufen handelt.
Mestral wusste instinktiv, dass das Klettenprinzip zur Entwicklung eines revolutionären Verschlusses verwendet werden konnte, doch es dauerte einige Jahre bis zur Perfektion dieser Erfindung. Die grösste Schwierigkeit war, die Häkchen richtig in die Schlaufen zu bringen. Schliesslich fand er die Lösung durch das Nähen von Nylon unter Infrarotlicht.
1951 bekam Mestral ein Schweizer Patent für eine frühe Version seines Klettverschlusses, welche er ‚Velcro‘ nannte, einer Wortkombination aus ‚Velour ‚und ‚Crochet‘ (Häkeln). Er eröffnete seine erste Fabrik im darauffolgenden Jahr. 1955 erhielt er ein US Patent für seine Erfindung. Zwei Jahre später begann die Produktion von Velcro in Manchester, New Hampshire. Es dauerte nicht lang, bis die Firma etwa 60 Millionen Meter des Velcrostoffes pro Jahr verkaufte.
