Wochenbettdepression

Mutter mit neugeborenem Kind

Tom Cruise und Brooke Shields stritten öffentlich über die Behandlung von Wochenbettdepression, oder postpartale Depression. Das Debakel zwischen Cruise und Shields begann, als Tom Cruise Brooke Shields persönliche Entscheidung, ihre Wochenbettdepression mit Medikamenten zu behandeln, kritisierte. Cruise als Mitglied der Scientology Sekte ist der Meinung, Krankheiten können auf natürliche Weise behandelt werden, da Medikamente dem Körper Schaden zufügen. Nach seiner Meinung hätte Brooke Shields ihre Depresssion durch körperliche Bewegung heilen sollen.

Viele Menschen sind über diese relativ häufige Krankheit und ihre Behandlung unzureichend informiert.

 

Aber was ist Wochenbettdepression eigentlich?

Wir haben alle sicherlich schon oft davon gehört, aber wissen wir wirklich genug über diese Krankheit, um sie zu verstehen und uns selbst bzw. unseren Mitmenschen zu helfen?

 

Die Schwangerschaft sollte ein Grund zur Freude sein, besonders, weil die zukünftige Mutter das Baby in ihrem Inneren aufwachsen lässt und damit dem Baby näher steht als jeder andere. Doch leider hat die Schwangerschaft auch eine andere Seite, denn der Körper macht gravierende Veränderungen mit und der Hormonhaushalt sorgt für eine emotionale Achterbahn. Die schwangere Frau muss außerdem ihre Lebensumstände der Sicherheit des Babys anpassen. Rauchen, Alkohol, bestimmte körperliche Aktivitäten müssen in dieser Zeit vermieden werden. Ein gesundes Baby erfordert eine gesunde Mutter.

Am Ende dieser emotional und körperlich anstrengenden Zeit der Schwangerschaft steht die Geburt des Babys selbst. So sehr sich die Mutter auf ihr neues Baby freuen mag, so untergeht sie auch eine Reihe von Ängsten vor der bevorstehenden Geburt.

 

Dazu kommt, dass viele Frauen nach der Geburt an der sogenannten Wochenbettdepression leiden. Es gibt viele mögliche Ursachen, die die Wochenbettdepression auslösen können.

 

Eine Geburt ist für den Körper sehr anstrengend. Der tatsächliche körperliche Stress während der Geburt ist einer der Hauptgründe der Wochenbettdepression.

 

Die nächste Ursache ist der massive Wechsel des Hormonhaushalts. Besonders solche Mütter, die sich psychisch für die Mutterschaft noch nicht bereit fühlen sind empfänglich für die postpartale Depression.

 

Sobald die ersten Anzeichen der Wochenbettdepression auftreten sollte die Frau unverzüglich ärztliche Hilfe suchen. Außer den offensichtlich gesundheitsschädigenden Effekten auf die Mutter kann sich die postpartale Depression auch schlecht auf das Baby auswirken. Mütter können regelrechte Hassgefühle gegen ihr neues Kind entwickeln. Die Mutter macht ihr Kind für ihre Gewichtszunahme veantwortlich, da sie sich weniger attraktiv und ungeliebt fühlt.

 

Der Vater des Kindes sollte die Frau in dieser Zeit vollständig unterstützen und versuchen, Verständnis zu haben. Doch professionellen Hilfe in Form von medikamentöser oder therapeutischer Behandlung ist unbedingt notwendig.


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