Wie sicher ist die Benutzung von Handys

HandysWie so oft hat auch hier im deutschen Sprachgebrauch die Modesprache Englisch seine Spuren hinterlassen und den Begriff geprägt, den die Mehrzahl der Bevölkerung benutzt, um kurz und knapp „Mobiltelefone“ zu bezeichnen. Seltsam eigentlich, denn im Englischen heißen sie mobile oder cell phones, das Wort „Hand“ kommt also gar nicht in ihnen vor. Handy ist trotzdem ein netter Begriff für eine lieb gewonnene Erfindung.



Aber positiv ist nicht alles, was mit den kleinen Dingern zu tun hat. Seit sie auf dem Markt weit verbreitet sind, gibt es Kontroversen rund um die Handys.

 


Je mehr Handys verkauft wurden, desto mehr Antennen wurden aufgestellt und desto mehr Leute fingen an, sich über die Auswirkungen der Antennen zu beschweren.

Wie sicher sind sie?



Fast von Beginn an wurde vor der Strahlenbelastung von Handys und Antennen gewarnt und spukten Horrorvisionen von Krebs-und Hirntumorauslösern durch die Welt. Von der Verbreitung der Handys hat dies aber nicht abhalten können.

Die Antennen senden nicht nur Signale zum Aufbau eines Rufnetzes, sondern geben auch Strahlungen ab, die nach Angaben vieler Betroffener krank machen. Das Dilemma ist also groß, wir haben uns von der Benutzung der Handys abhängig gemacht und möchten sie auch nicht mehr missen.

Natürlich sind an solchen Erkrankungen nicht immer nur Handys, oder deren Antennen Schuld, denn auch der so genannte Elektrosmog, mit dem wir uns ebenfalls zugegebenermaßen freiwillig umgeben, kann negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Strahlungen in jeder Form können Einfluss auf das Wohlbefinden haben und werden als Auslöser für Kopfschmerzen, Migräne, allgemein verschlechtertes Befinden und Müdigkeit verantwortlich gemacht.

Die messbare Strahlung von Mobilfunkantennen soll daran aber nicht unerheblich beteiligt sein und im Bereich von Wohnhäusern plötzlich, sprich zeitgleich mit ihrer Inbetriebnahme, zu Krankheitssymptomen führen.

So gibt es diverse Orte an denen sich Nachbarn, Anwohner und Betroffene gegen die Mobilfunkbetreiber zur Wehr setzen und gegen die Antennen per Gericht vorgehen.

Dies hat in vielen Fällen schon dazu geführt, dass Antennen andernorts aufgestellt werden mussten, oder wenigstens durch bessere Technologie strahlenfreier gemacht wurden.

Dennoch steigt das Unbehagen unter der Bevölkerung, denn immer mehr Antennen sind notwendig, um das Mobilfunknetz immer dichter zu machen und Telefonate stets garantieren zu können.

Aber verlässliche Studien, die einen Standpunkt bestätigen können, scheint es weiterhin nicht zu geben. Immer wieder werden Studien bekannt, die die Ergebnisse von zuvor durchgeführten Studien in Frage stellen, da sie zu gegensätzlichen Ergebnissen kommen.

Auch zahlreiche Literatur gibt es zu dem Thema, in der sich Experten, oder Betroffene zu den Auswirkungen äußern.

Die Gefahren als Panikmache abzustempeln, wie es einige Mobilfunkbetreiber gerne hätten, wäre wohl ein großer Fehler.

Experten empfehlen, dass man beim Kauf eines neuen Handys auf jeden Fall darauf achten sollte, dass dieses als strahlenarm gekennzeichnet ist, ein Detail, das von den Anbietern gerne einmal vergessen wird.

Desweiteren sollte man sich bewusst sein, dass Handys bei Rufaufbau und schlechter Verbindung mit Höchstleistung senden und dadurch auch die Strahlenbelastung erheblich höher ist. Man sollte das Handy also erst an den Kopf führen, wenn der Rufaufbau geschehen ist und das Handy mit Normalkraft funktioniert.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte sich überlegen, ob er das Handy wirklich für ein Gespräch benutzen muss, oder doch wichtige Telefonate von zu Hause aus erledigen könnte.

Wer dem Einfluss von Sendeantennen durch seinen Wohnort bedingt nicht entkommen kann, sollte sich aber zur Beruhigung trotzdem erkundigen, ob die Strahlenbelastung wirklich so hoch ist, wie er meint, denn es gibt auch Antennen, die eine geringe Belastung darstellen.

Vergessen darf man allerdings auch nicht, dass es Zeiten gab, in denen Radiowellen als gesundheitsgefährdend galten oder die Geschwindigkeit eines Zuges von 40 km/h angeblich schädlich für das Gehirn sein sollte. Unsere Generation ist mit Radios, Fernsehen und weitaus schnelleren Schnellzügen aufgewachsen und hat diese daher nie als gefährlich empfunden.

Also seid vorsichtig, aber nicht hysterisch.


 

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