Wie behandelt man Krätze

Krätzmilben

Krätze ist eine stark juckende und infektiöse Hautkrankheit. Ausgelöst wird Krätze durch die Krätzmilbe, einem 0,2 mm grosses Parasiten, welcher sich in der Haut einnistet.

 


 

Die Krätzmilbe überträgt sich vor allem durch Körperkontakt von Mensch zu Mensch, gelegentlich aber auch durch indirekte Infizierung z.B. Benutzung des Handtuchs eines mit Krätze infizierten.

 

Das Krätzmilbenweibchen setzt sich für die Eiablage auf dickere Hautstellen wie Handflächen und Fusssohlen. Sie frisst dort kleine Gänge in die Haut und legt dort etwa 2 Eier täglich ab.

 

Der starke Juckreiz wird durch den Speichel und die Eier der Milben verursacht. Es bildet sich ein Ausschlag, der sch über den ganzen Körper ausbreiten kann, vor allem an Rumpf, Händen, Füssen, Achselhöhlen und Genitalbereich. Das Gesicht ist nicht betroffen.

 

Die Krätzmilben sowie deren Eier werden mit Medikamenten abgetötet. Das herkömmlich verwendete Medikament Lindan (Jacutin) kann vor allem bei Kleinkindern Hautreizungen und Nervenschäden verursachen, daher nimmt man oft eher ein milderes Medikament wie Benzylbenzoat oder Schwefelsalbe.

Das Medikament wird auf den gesamten Körper aufgetragen und soll 12 bis 24 Stunden einwirken, bevor man es abwäscht. Kleidungsstücke, Handtücher und Bettwäsche müssen so heiss wie möglich gewaschen werden.

In den meisten Fällen reicht eine einmalige Behandlung aus, doch sicherheitshalber sollte der Betroffene sich nach einer Woche nachuntersuchen lassen, um sicher zu gehen, dass alle Milben abgetötet wurden. Der Juckreiz kann bis zu 2 Wochen nach der Behandlung andauern.

 

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung hilft Brennesselblätterextrakt,  Badezusätze oder Umschläge mit Maisstärke oder Haferschleim, den Juckreiz zu lindern.

 

In der Apotheke gibt es rezeptfrei Antihistaminsalben gegen leichten bis mittelstarken Juckreiz.

 

Wichtig ist, das Kratzen möglichst zu unterdrücken, da sich das Jucken sonst immer mehr verstärkt. Durch das Kratzen können ausserdem kleine Verletzungen entstehen, die sich entzünden können.

Um die Ansteckung anderer Personen zu vermeiden, sollte Körperkontakt vermieden werden, sowie nicht im selben Bett schlafen oder gemeinsame persönliche Gegenstände benutzen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.