
Ein kleiner Riss in den Mundwinkeln kann Gähnen oder Lachen zur schmerzhaften Angelegenheit machen. Woher kommt der Einriss und was kann man zur Vorbeugung tun?
Da der Mund so oft für Sprechen, Lachen, Gähnen und Essen benutzt wird, reißen die kleinen Wunden immer wieder auf und können nur langsam heilen. Oft leckt man mit der Zunge über den Einriss, um den Schmerz zu lindern, doch die Feuchtigkeit macht die Wunde eher noch schlimmer, denn die Haut wird weich und damit noch anfälliger für Risse. Auch siedeln sich in feuchten Wunden Bakterien und Pilze an.
Ursachen für Risse in den Mundwinkeln gibt es verschiedene: Oft betrifft es Menschen, die an Allergien oder Neurodermitis leiden. Ebenso kann eine Pilzinfektion vorliegen oder ein Mangel an Vitamin B2, Eisen oder Zink.
In seltenen Fällen kann die Anfälligkeit für Mundwinkelrisse zahnmedizinische Ursachen haben. Falsch sitzende Zahnprothesen oder Zahnlücken können die Bisshöhe verändern, wodurch sich Mundfalten bilden. In diesen Falten sammeln sich Krankheitskeime, die die Haut empfindlich für Verletzungen machen.
Die wunden Mundwinkel kann man mit einer Zinkcreme äußerlich behandeln. Zinkcreme hält die Wunde trocken. Allerdings sollte die Ursache der eingerissenen Mundwinkel geklärt werden, denn eine Zinkcreme lindert nur die Beschwerden, behebt aber nicht das Problem.
Bei Nährstoffmangel kann man Vitamin- und Mineralpräparate nehmen. Pilzerkrankungen werden mit antibiotischen Salben behandelt, die der Arzt verschreiben muss.
Gewöhnlich verschwindet ein Einriss im Mundwinkel innerhalb von einigen Tagen wieder. Tritt das Problem häufig auf, sollte man zum Arzt gehen.
Zur Vermeidung der Einrisse sollten die Mundwinkel möglichst trocken gehalten werden. Benetzen der Mundwinkel mit Speichel sollte man unterlassen, bzw. die Mundwinkel nach dem Zähneputzen und nach den Mahlzeiten abwischen.
In der kalten Jahreszeit kann man die Haut an den Lippen und in den Mundwinkeln mit Pflegeprodukten geschmeidig halten, so dass sie weniger anfällig sind.
Richtige Ernährung vermeidet Vitaminmängel. Milch und Milchprodukte, Eier, Hefe und Leber sind Vitamin B2-haltig, Rote Bete und Fleisch enthalten Eisen. Dunkle Schokolade, Erdnüsse und Kürbiskerne sind gute Quellen für Zink.
