Was ist gefährlich in der Schwangerschaft?

Was ist gefährlich in der Schwangerschaft?

Junge Schwangere stellen immer wieder die gleichen Fragen bezüglich der Nahrungs- und Genussmittel, die man während der Schwangerschaft vermeiden sollte.

Oft fühlen sich schwangere Frauen verunsichert durch die „gut gemeinten“ Ratschläge ihrer Bekannten wie: „Ein Glas Wein wird schon nicht schaden“.

Wenn du lieber sicher sein willst, was du als werdende Mutter unbesorgt zu dir nehmen kannst und was du lieber vermeiden solltest, lies die folgenden Tipps, die ich aus eigener Erfahrung unter Berücksichtigung der Richtlinien von Experten zusammengestellt habe.

Alkohol


Obwohl der allgemeine Rat lautet, keinen Alkohol während der Schwangerschaft zu trinken, geben etwa ein Drittel aller Mütter zu, dass sie zu irgendeinem Zeitpunkt während der Schwangerschaft etwas Alkohol zu sich genommen haben. Die Kinder dieser Frauen machen meist einen ganz normalen und gesunden Eindruck, doch die Auswirkungen des Alkohols auf den Fötus ist nicht immer offensichtlich. Manchmal tritt der Effekt erst im Alter von 6 Jahren in Form von Verhaltensstörungen auf.

Tatsache ist, dass jeder Tropfen Alkohol das wachsende Baby beeinträchtigen kann. Entgegen der verbreiteten Meinung gibt es keine unbedenkliche Menge an Alkohol, die man als Schwangere trinken kann.
Im Interesse des ungeborenen Lebens ist es am besten, auf jeglichen Alkohol vollständig zu verzichten.

Koffein


Große Mengen an Koffein können zu Fehlgeburten führen, besonders während des ersten Trimesters. Zuviel Koffein kann auch die Größe des Babys bei der Geburt beeinträchtigen, kann dazu beitragen, dass es zu wenig Gewicht hat.
Nach Meinung mehrerer Experten ist jedoch nicht schädlich, bis zu 150 mg Koffein am Tag zu konsumieren.
Unten findest du eine Liste beliebter Getränke und Nahrungsmittel mit der durchschnittlichen Menge an Koffein. Bedenke allerdings, dass du bei Aufnahme mehrerer Sachen die Gesamtsumme des ganzen Tages berechnen musst. Konsumierst du also eine Tasse Kaffee, eine Cola und einen 40g Riegel dunkler Schokolade über den Tag verteilt zu dir nimmst, beträgt die Gesamtsumme etwa 165mg Koffein.

– eine Tasse normaler Aufgusskaffee 80mg
– eine Tasse Cappucchino 50mg
– eine Tasse Espresso 50mg
– ein Limonadengetränk 45mg
– eine Tasse grüner Tee 30mg
– eine Tasse schwarzer Tee 20mg
– 40g dunkle Schokolade 30mg
– 40g Michschokolade 15mg
– eine Tasse Kräutertee 0mg

Künstliche Süßstoffe


Aspartam:

Aspartam ist ein Zuckeraustauschstoff, der in allen Diät-Limonaden, vielen Joghurts, Obstsäften und Keksen, die mit „light“ gekennzeichnet sind.
Ursprünglich vor fast 30 Jahren als unbedenklich erklärt, gilt es inzwischen als umstritten. Zwar kann keine negative Auswirkung auf den Fötus nachgewiesen werden, sollte jedoch mit Vorsicht genossen werden.

Saccharin:
Saccharin wird vor allem in Konserven verwendet, die als „zuckerfrei“ verkauft werden.
Saccharin wird vom Baby im Mutterleib deutlich langsamer abgebaut als im Körper eines Erwachsenen. Dadurch erhöht sich die Gefahr von Blasenbeschwerden und sogar Blasenkrebs.
Saccharin sollte unbedingt vermieden werden.

Sucralose:
Sucralose ist ein auf Zucker basierender Austauschstoff, bei dem in der Verarbeitung einige Moleküle durch Chlor ersetzt werden. Da es sich hierbei um den jüngsten und daher am wenigsten getesteten Süßstoff handelt, sollte man auch hierbei während der Schwangerschaft lieber vorsichtig sein.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall vor dem Einkauf von Lebensmitteln die Etiketten durchzulesen.
Da die Schwangerschaft keine Zeit für eine Diät ist, sollte die schwangere Frau lieber ganz auf Light-Produkte verzichten.

Weichkäse


Weichkäse stellt nur ein Risiko für schwangere Frauen dar, wenn er aus nicht pasteurisierter Milch hergestellt ist.
Feta, Camembert, Blauschimmel und Brie sollte man während der Schwangerschaft nur essen, wenn er ausdrücklich als pasteurisiert ausgezeichnet ist.

Fisch


Manche Fischarten enthalten erhöhte Mengen an Quecksilber und sollten daher ganz aus dem Ernährungsplan der schwangeren Frau gestrichen werden.
Folgende Fischarten sind auf jeden Fall zu vermeiden:
– Schwertfisch
– Hai
– Königsmakrele
– Barsch

Folgende Fischarten sollten während der Schwangerschaft nur in Maßen (max. 2 Portionen pro Woche) konsumiert werden:
– Schrimps
– Krabben
– Köhler
– Lachs
– Dorsch
– Katzenfisch
– Muschel
– Plattfisch
– Thunfisch

Rauchen und Passivrauchen


Ein schwangere Frau, die während der Schwangerschaft raucht riskiert nicht nur eine Fehlgeburt, sondern auch das Risiko eines untergewichtigen Babys. Da beim Rauchen die Blutadern verstopfen wird vermutet, dass der Sauerstoffzufuhr zum Fötus durch rauchen der Mutter stark vermindert wird.
Rauchen verdreifacht das Risiko auf Kindstod und verursacht häufig Atemwegserkrankungen wie Asthma.
Ein absoluter Nein zum Rauchen während der Schwangerschaft.
Doch was ist mit dem Lebenspartner der Schwangeren oder andere Mitmenschen, die in ihrer Umgebung rauchen, wie beeinträchtigt passives Rauchen, also Einatmen von Rauch einer Zigarette eines anderen, das ungeborene Leben?
Grundsätzlich bestehen die gleichen Risiken für das Baby wie beim direkten Rauchen, wenn die Mutter oft anderer Leute Rauch einatmet.
Da die Gesundheit des ungeborenen Babys allerhöchste Priorität haben sollte, muss man seinen Mitmenschen unbedingt klarmachen, dass sie Rücksicht zu nehmen haben. Egal, ob Lebenspartner oder Arbeitskollege, alle solltest du bitten, nicht in deiner Gegenwart zu rauchen.

Röntgenstrahlen


Vermehrte Röntgenbestrahlung kann im früherem Stadium der Schwangerschaft zur Fehlgeburt führen. Während der gesamten Schwangerschaft erhöht die Röntgenbestrahlung das Krebsrisiko des Babys. Zwischen der achten und fünfzehnten Woche, wenn das Baby am schnellsten wächst, kann eine erhöhte Röntgenbestrahlung das Gehirn schädigen und geistige Behinderungen zur Folge haben.
Obwohl normales Röntgen eine relativ geringe und harmlose Strahlung hat, sollte die schwangere Frau möglichst auf Röntgenbestrahlung verzichten, es sei denn natürlich, ihre eigene Gesundheit ist gefährdet.

Haare färben


Leider ist zu wenig über die potentiellen Risiken der in Haarfärbemitteln verwendeten Chemikalien bekannt. Die Chemikalien werden vom Körper der Mutter durch die Kopfhaut absorbiert bzw. eingeatmet. Es besteht die Möglichkeit, dass die Chemikalien an den Fötus weitergegeben werden.
Um sicher zu gehen solltest du einige Grundregeln beachten:
– Verzichte auf jegliche Färbungen während des ersten Trimesters, da das Baby dann am empfindlichsten ist.
– Danach sorge während des Haarefärbens für gute Durchlüftung, um ein Einatmen der Färbemittel auf ein Minimum zu reduzieren.
– Verwende eventuell lieber Strähnen- oder Folienfärbemittel, da diese weniger Kontakt mit der Kopfhaut haben.
– Verwende Farben, die auf Pflanzenbasis hergestellt werden wie zum Beispiel Henna.

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