Amblyopie

Was ist Amblyopie

Amblyopie

Bei Amblyopie handelt es sich um eine Sehschwäche von einem oder beiden Augen. In offensichtlichen Fällen wird diese Sehschwäche durch Schielen deutlich.

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Gewöhnlich ist das betroffene Auge strukturell vollkommen gesund, doch durch das Schielen werden dem Gehirn verschwommene Bilder gesendet. Das Gehirn lernt, diese unscharfen Bilder als normal zu interpretieren, so dass selbst mit einer Brille kein scharfes Bild entsteht.
Amblyopie kann nur bei Kindern auftreten. Wird diese Sehschwäche nicht behandelt, kann es zu dauerhaftem Sehverlust kommen.

Es gibt verschiedene Arten von Amblyopie; man unterscheidet zwischen Strambismus-Amblyopie, Deprivationsamblyopie und refraktiver Amblyopie, wobei das Ergebnis bei allen Formen die Verschlechterung der Sehkraft des betroffenen Auges ist.

Strabismus-Amblyopie entwickelt sich durch Schielen, das heißt, wenn die Augen nicht gerade sind. Ein Auge kann sich nach innen, außen, oben oder unten drehen. Im Gehirn werden die Bilder, die von dem verdrehten Auge gesendet werden „abgeschaltet“ und die Sehkraft reduziert sich.

Deprivations-Amblyopie entwickelt sich unter anderem durch Linsentrübung und kann beide Augen betreffen. Wird diese Form der Sehschwäche nicht frühzeitig behandelt, bleibt ein dauerhafter Sehschaden zurück.

Bei refraktiver Amblyopie hat ein Auge eine stark unterschiedliche Sehkraft zum anderen Auge. Das Auge mit mehr Weitsichtigkeit wird vom Gehirn meist „abgeschaltet“. Da die Augen in der Regel trotzdem gerade sind, wird dieses Problem oft erst durch einen Sehtest entdeckt.

Ein operativer Eingriff ist zwar möglich, um schief sitzende Augen zu begradigen, heilt meist jedoch die Sehschwäche nicht oder nicht vollständig. Eine Augenoperation ist nur vorteilhaft, um die Augen besser zusammen arbeiten zu lassen.
Bei Kindern mit angeborener Linsentrübung ist eine Operation manchmal notwendig. Nach der Operation muss das Kind eine Brille und ein Augenpflaster tragen.

Der Augenarzt empfiehlt entweder eine Behandlung durch Augentropfen oder durch ein permanentes Augenpflaster.

In seltenen Fällen ist die Behandlung nicht hundertprozentig erfolgreich. Das Abbrechen einer so langwierigen Behandlung ist keine leichte Entscheidung, kann aber manchmal besser für das Kind und die Eltern sein. Das gute Auge muss geschützt werden, doch solange dieses gesund bleibt, können die Kinder in fast allen Aspekten des Lebens zurechtkommen.