
Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob das Konservierungsmittel Thimerosal, dass manchen Impfstoffen zugefügt wird, im Zusammenhang mit Autismus steht.
Thimerosal, so wird behauptet, soll das zentrale Nervensystem angreifen und Autismus auslösen können. Wissenschaftlich gibt es keinen Beweis dafür, dass Thimerosal Autismus verursachen kann. In den letzten 15 Jahren haben Wissenschaftler in den ganzen Welt immer wieder neue Experimente gemacht, aber keinen Zusammenhang zwischen Thimerosal und einer zunehmenden Rate an autistischen Kindern erkennen können. Mittlerweile wird Thimerosal kaum noch als Konservierungsmittel verwendet.
Thimerosal wird seit etwa 70 Jahren manchen Impfstoffen beigefügt, um das Wachsen von Bakterien und Pilzen zu verhindern. Ursprünglich wurden Impfstoffe in größeren Behältern aufbewahrt, aus denen Einzeldosen bei Bedarf entnommen wurden. Bei jeder Entnahme wurde der Impfstoff Bakterien ausgesetzt. In den 1920er Jahren gab einige Todesfälle durch verseuchte Impfstoffe, woraufhin man begann, dem Impfserum Konservierungsstoffe beizufügen. Da man heutzutage Impfstoffe hauptsächlich in Einzeldosen aufbewahrt, ist der Zusatzstoff von Thimerosal nicht mehr zwingend erforderlich, was allerdings den Herstellungsprozess weniger wirtschaftlich macht.
