Impfschutz – notwendig und sinnvoll?

Spritze für Impfung
Viele Eltern zweifeln daran, ob die vielen Impfungen ihrer Kinder schon ab dem Säuglingsalter an wirklich notwendig und sinnvoll sind.  Eltern, die sich gegen gewisse Impfungen entscheiden, gehen davon aus, dass die Chancen gering sind, an einer bestimmten Krankheit zu erkranken, die Krankheit harmloser als die Impfung selbst ist, oder sind nicht gut genug informiert, um sich um ausreichenden Impfschutz zu kümmern.

Dies belegen die Zahlen der geimpften Kinder, die bei weitem nicht in dem von den Gesundheitsorganisationen erwünschten Bereich liegen, denn in vielen Fällen ist ein Impfschutz bei wenig mehr als der Hälfte aller Kinder gegeben.  Die kann zur Folge haben, dass sich eine Krankheit wieder verstärkt ausbreiten kann, obwohl sie längst im Griff geglaubt schien.

Es gibt auch Fälle von Impfschädigung, besonders im Babyalter, wenn das Immunsystem des Kindes noch nicht ausgereift ist, kann dies passieren.  Impfungen stellen eine gewisse Belastung für den Organismus, besonders den eines Babys oder Kleinkindes dar.  Ausgelöst durch zu viele Impfungen können dann einfachere Infektionskrankheiten vemehrt auftreten und die Genesung sich in die Länge ziehen.

Trotzdem ist ein ausreichender Impfschutz wichtig und sollte nicht aus falschen Gründen vereitelt werden.  Laien, und zu denen gehören auch die meisten Eltern, sollten nicht leichtfertige Entscheidungen darüber treffen, ob sie ihren Kindern den empfohlenen Impfschutz gewähren wollen oder nicht, weil der Schaden eben doch ein sehr großer sein kann.

Auch im Erwachsenenalter kann ein als Kind erhaltener ausreichender Impfschutz wichtig sein, so etwa bei schwangeren Frauen, die bei einer Erstinfektion von Röteln auch ihr ungeborenes Kind gefährden würden.

Während einer Schwangerschaft kann meist keine Neuimpfung vorgenommen werden, deshalb ist ein ausreichender Impfschutz schon zuvor wichtig.

Aktive und passive Immunisierung

Es gibt zwei Arten von künstlicher Immunisierung oder Impfung, die aktive und die passive.

Erstere Methode, die aktive Immunisierung bedeutet, dass man leicht abgeschwächte lebende Erreger einer Krankheit impft, um somit einen Angriff von außen durch diese Erreger abzuwehren.  Der Körper bildet gegen einmal durchgemachte Krankheiten Antikörper aus und Gedächtniszellen, die erneut eindringende Erreger desselben Typs erkennen und vor einer Neuinfektion bewahren, die Erkrankung wird mit dieser Art der Immunisierung also simuliert.  Deswegen können auch in manchen Fällen leichte Symptome der zu impfenden Krankheit beim Patienten auftreten.

Diese Immunisierungsform hält bei vielen Krankheiten ein Leben lang an, genauso als wenn der Organismus natürlich immunisiert würde, indem er sich mit der Krankheit ansteckt und sie durchlebt.

Leider funktioniert dieser „Trick“ nicht mit allen Erregern, denn manche können immer neu mutierte Formen hervorbringen und auch einen schon einmal infizierten Organismus neu heimsuchen, bzw. innerhalb dessen neue Krankheitsschübe auslösen.  Bekannt hierfür sind z.B. Krankheiten wie Malaria oder Aids.

Spritzt man lediglich Antikörper, nicht aber die Erreger einer Krankheit in einen Organismus, so spricht man von passiver Immunisierung, die eine akute Infektion schneller abheilen lassen kann, bzw. schnellen Impfschutz bieten kann, dessen Wirkung aber nicht über einen langen Zeitraum gewährleistet ist.

Da keine Gedächtniszellen gebildet werden, ist der Patient nicht dauerhaft immun geworden.
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