Die häufigsten Irrtümer bezüglich Arthritis

Irrtümer um Arthritis

Über die Krankheit Arthritis wird eine Menge missverständliche und ungenaue Information verbreitet. Die meisten Fehlannahmen halten sich hartnäckig, doch um mit der Krankheit umgehen zu können, brauchen die Arthritispatienten Fakten und gültige Informationen.

 

Irrtum Nummer 1: Arthritis ist eine Alterserscheinung.

 

Tatsache: Jeder Mensch, egal welchen Alters kann Arthritis bekommen. Kinder, junge Erwachsene und Menschen mittleren Alters beiden Geschlechts können unter Arthritis leiden. Es gibt über 100 Arten von Arthritis, von denen einige häufiger in bestimmten Gruppen auftreten. Rheumatoidarthritis, Fibrositissyndrom und Lupus treten häufiger bei Frauen auf.

An Gicht und Spondylitis ankylosans  erkranken mehr Männer als Frauen.

Psoriatische Arthritis tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen auf. Osteoarthritis befällt ältere Menschen am häufigsten.

 

Irrtum Nummer 2: Arthritis wird durch kaltes und feuchtes Klima ausgelöst.

 

Tatsache: Schon lange besteht die Theorie, dass Kälte und Feuchtigkeit Arthritis verursachen. Zieht ein Arthritiskranker in ein warmes und trockenes Klima um, werden die Symptome deutlich gelindert. Daraus schließen viele, dass die Kälte der auslösende Faktor ist. Wäre dies der Fall, dann gäbe es in warmen und trockenen Klimazonen keine Arthritispatienten. Der Arthritisschmerz wird durch die Abnutzung des Knorpels verursacht, unabhängig vom Klima. Allerdings wirkt Wärme lindernd, sei es durch klimatische Verhältnisse oder ein heißes Vollbad. Auch Menschen, die nicht unter Arthritis leiden, fühlen sich in wärmeren Klimazonen oft besser. Teilweise liegt das daran, dass Menschen in wärmerem Wetter körperlich aktiver sind und mehr Zeit an der frischen Luft verbringen.

 

Irrtum Nummer 3: Arthritis ist heilbar.

 

Tatsache: Es existiert bis dato kein wissenschaftlich erwiesenes Heilmittel für Arthritis. Man kann viel tun, um den Degenerationsprozess zu verlangsamen und die Arthritissymptome zu lindern, doch bisher gibt es nichts, dass Arthritis stoppen oder den entstandenen Schaden rückgängig machen kann.

 

Irrtum Nummer 4: Arthritis wird durch falsche Ernährung ausgelöst.

 

Tatsache: Es gibt keine wissenschaftlich erwiesenen Hinweise darauf, dass bestimmte Nahrungsmittel Arthritis verursachen und vorbeugen. Sicher ist, dass eine ausgewogene Ernährung, ein normales Körpergewicht und ausreichende Bewegung die Gesundheit im Allgemeinen begünstigt. Es gibt Zusammenhänge zwischen hohem Harnsäurespiegel durch falsche Ernährung und Gicht.

Außer, wenn jemand bestimmte Nahrungsmittelallergien hat und diese Nahrungsmittel trotzdem zu sich nimmt, wodurch Arthritis gefördert wird, gibt es keine erwiesenen direkten Zusammenhänge zwischen der Ernährung und Arthritis.

 

Irrtum Nummer 5: Arthritis besteht aus geringfügigen Schmerzen.

 

Tatsache: Die Werbung macht uns glauben, dass eine Schmerztablette die Arthritisschmerzen verschwinden lässt, doch Arthritis kann mit erheblichen Schmerzen verbunden sein, die gezielte und aggressive Behandlung erfordern.

 

Irrtum Nummer 6: Die Schmerzen sind jeden Tag gleich.

 

Tatsache: Die Intensität und Dauer der Schmerzen variiert von Tag zu Tag. Oft ist es für Mitmenschen schwer zu verstehen, warum ein Arthritiskranker am Vortag vollkommen gesund erschien und am nächsten Tag über extreme Schmerzen klagt. Die Unbeständigkeit der Krankheit lässt manche Menschen sogar vermuten, dass die Krankheit nur eingebildet oder vorgeschoben ist. Eine typische Eigenschaft der Arthritis ist die Mischung aus guten und schlechten Tagen, Tagen mit mehr und weniger Schmerzen.

 

Irrtum Nummer 7: Mit Arthritis kann man nichts machen.

 

Tatsache: Es gibt viele Dinge, die auch ein Arthritispatient tun kann. Oftmals sind Partner oder Familienmitglieder eines Arthritiskranken übermäßig beschützend; sie wollen zu viel helfen und hindern den Betroffenen daran, aktiv zu bleiben. Die Krankheit schränkt in vieler Hinsicht den Patienten körperlich ein, doch wird er dadurch nicht vollkommen abhängig und behindert. Es ist für das Selbstwertgefühl sehr wichtig, dass der Patient soviel wie möglich seiner Unabhängigkeit und Selbständigkeit behält.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok