Anzeichen einer Fehlgeburt

In etwa 10% aller Schwangerschaften erleidet die werdende Mutter eine Fehlgeburt. Dazu kommen unbemerkte Fehlgeburten bei Frauen, die gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. Die gefährlichste Zeit für Fehlgeburten ist in den ersten acht Wochen der Schwangerschaft. 

Man kann nicht immer mit Sicherheit sagen, was eine Fehlgeburt verursacht hat, doch die bekanntesten Ursachen sind Hormonschwankungen, immunologische Gründe wie Insulinabhängige Diabetes, Infektionen wie Chlamydia, Viren, autoimmune Systemerkrankungen wie Hauttuberkulose (Lupus) und Genetische Ursachen.

 

Symptome einer Fehlgeburt

Die Symptome für eine Fehlgeburt hängt oft vom Stadium der Schwangerschaft ab.

Fehlgeburt bis zur sechsten Woche der Schwangerschaft: Das Anzeichen einer Fehlgeburt in diesem frühen Stadium ist eine Blutung wie bei einer starken Periode.

Fehlgeburt zwischen der 6. und 12. Woche der Schwangerschaft: Anzeichen gegen Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels sind Blutungen in Verbindung mit leichten Schmerzen und Krämpfen im Unterleib.

Fehlgeburt nach der 12. Schwangerschaftswoche: Nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel verstärken sich Blutungen und Schmerzen beinahe zu einer Stärke von Geburtswehen.

 

Weitere mögliche Anzeichen einer Fehlgeburt sind, wenn früher vorhandene Anzeichen der Schwangerschaft plötzlich verschwunden sind. Allerdings verschwinden viele Symptome der Schwangerschaft vom ersten ins zweite Schwangerschaftsdrittel natürlicherweise, die Abwesenheit des "Schwangerschaftsgefühls" bedeutet nicht notwendigerweise, dass eine Fehlgeburt vorliegt. Schwangerschaftssymptome des ersten Schwangerschaftsdrittels sind zum Beispiel Anspannung in der Brust und Übelkeit. Diese Symptome treten durch die rapide Veränderung des Hormonhaushalts auf, der sich im zweiten Schwangerschaftsdrittels normalisiert.

Es kommt häufig vor, dass Frauen ein oder zwei Symptome einer Fehlgeburt anzeigen und trotzdem die Schwangerschaft komplett austragen. Um sicherzugehen, ob eine Fehlgeburt vorliegt oder nicht, solltest du unbedingt zu deinem Frauenarzt gehen und eine Ultraschalluntersuchung machen lassen.

 

Trauer und Depression nach einer Fehlgeburt

Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, fühlen sich oft depressiv und haben ein verstärktes Verlustgefühl, selbst wenn sie erst wenige Wochen schwanger waren. Freunde und Ärzte meinen es oft gut, doch meist sind sie keine grosse Hilfe bei der Bewältigung der Trauer. Die häufigsten Bemerkungen wie "das kommt so häufig vor", "das passiert den besten Müttern" oder "keine Sorge, du kannst noch mehr Kinder haben" wirken meist niederschmetternd auf die trauernde Mutter.

Es hilft vielleicht zu wissen, dass Trauer ein sehr natürlicher Vorgang ist und sehr viel Zeit und Geduld braucht. Weine so viel du brauchst, versuch nicht, den Schmerz herunterzuschlucken. Verbringe Zeit mit Freunden, die dir eine moralische Stütze sind. Denk daran, dass du nicht allein in deinem Kummer bist. Es ist wichtig, dass du weisst, dass die Trauer in Wellen kommt und geht. Wenn du dich gerade gut fühlst, heisst das nicht, dass du schon ganz darüber hinweg bist, dein Baby verloren zu haben. Umgekehrt gilt aber auch, dass deine momentane depressive Phase nicht ewig dauern wird.

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