Wie sie ihr Baby bei Krankheit unterstützen können

krankes Kind im Bett
In den ersten Lebensmonaten eines Neugeborenen lauern noch besonders viele Gefahren durch Viren und Bakterien auf den Neuankömmlung, denn sein Immunsystem muss sich erst langsam an unsere Umwelt gewöhnen.  In den meisten Fällen beläuft sich eine Krankheit bei einem Säugling auf harmlose Infektionen, wie Schnupfen, dessen Verlauf Sie mit einigen Mitteln begünstigen können, um das Wohlbefinden ihres Babys zu steigern.

Dazu sollten Sie einige Dinge wissen, die es Ihnen einfacher gelingen lässt, Ihrem Liebling zu helfen.

Schnupfen

Babys atmen in den ersten drei Monaten ausschließlich durch die Nase, daher sind gerade Schnupfeninfektionen besonders lästig, denn sie stören die Atmung ungemein.

Der Arzt kann Ihnen Nasentropfen verschreiben, die speziell auf Neugeborene abgestimmt sind, es geht aber auch anders.

In der Apotheke gibt es sterile Salzlösungen, die Sie in jeweils ein Nasenloch träufeln können, dann drehen Sie den Säugling auf die Seite, damit die Flüssigkeit wieder austreten kann.  Diese Nasenspülung ist mit etwas Übung leicht anzuwenden und trägt zur gründlichen Reinigung der Nasennebenhöhlen bei.  Die Anwendung kann mit einer Pipette erfolgen, es gibt aber auch Einmalanwendungen, die in einer kleinen Plastikflasche mit Tülle dargereicht werden.

Diese Präparate sind sowohl für die Nase als auch zur Reinigung verklebter Augen geeignet, sollte Ihr Baby durch die recht häufige Bindehautentzündung verklebte Augen haben.

Fieberthermometer

Die genaueste Methode, Fieber zu messen, ist entweder im Mund oder im After, besonders letzteres kann sich bei einigen Babys schwierig gestalten, besonders, wenn sie ungern still halten und sich schon von alleine umdrehen können.  Für die Variante des Messens im Mund sind heute schon die sogenannten Schnullerthermometer erhältlich, die allerdings auch ihren Preis haben.

Unter den Achseln gemessen, muss man ungefähr einen halben Grad zu dem gemessenen Wert hinzurechnen, da hier die Messung weniger genau ausfällt und die Körperkerntemperatur etwas höher liegt.  Zeigt das Thermometer also z.B. 37.5ºC an, so dürfte die Temperatur bei 38ºC liegen, also schon bei leichtem Fieber.

Digitale Fieberthermometer sind besonders leicht zu bedienen.  Die Versionen, die Temperaturen im Ohrinneren oder an der Stirn messen sind leider die teuersten und ungenauesten aller Digitalthermometer, auch wenn die Werbung Ihnen weismachen will, dass sie besonders geeignet sind.

Hustensaft und Co.

Die Verabreichung von Hustensaft und fiebersenkenden Mitteln kann sich ebenfalls schwierig gestalten, denn viele Babys lehnen diese schlichtweg ab, oder spucken sie wieder aus.  In Milch, Saft oder Wasser vermengt ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Ihr Baby die Zugabe nicht bemerkt.  Sollten Sie nicht sicher sein, ob Ihr Kind die ganze Flasche leertrinkt, können Sie zunächst eine kleinere Menge als der üblichen anbieten, damit auf jeden Fall die gesamte Dosis des verabreichten Mittels eingenommen wird.

Fieber

Von Fieber spricht man erst ab einer Körpertemperatur von 38ºC, darunter handelt es sich um erhöhte Temperatur, die nicht mit fiebersenkenden Mitteln behandelt werden muss.

Bei Babys ist es aber wichtig, Fieber sofort zu bekämpfen, da sie Gefahr laufen, Fieberkrämpfe zu entwickeln, die einen sofortigen Anruf beim Notarzt bedeuten würden.

Bei Fieber ab 38.5ºC sollten Sie immer den Kinderarzt aufsuchen, denn der entscheidet, ob Sie das Fieber medikamentös behandeln müssen, oder nicht.  Ist dies der Fall, so wird er Ihnen ein Mittel mit Paracetamol verschreiben, das für Babys geeignet ist, ein sogenanntes Antipyretikum, das es als Saft oder in Zäpfchenform gibt.  Auf keinen Fall dürfen Sie für Erwachsene übliche Mittel verabreichen.

Ist dies nicht der Fall, so können Wadenwickel und leichte Kleidung helfen, die Temperatur zu senken.  Die Wickel taucht man in lauwarmes Wasser, wringt sie aus und lässt sie eine Weile um die Waden gewickelt.

Wichtig ist, dass die Wärme von der Haut entweichen kann, daher sollte auch die Zudecke im Bett bei Fieber viel dünner sein als normal.

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