Töpfchen Training

Kind auf Töpfchen
Die oberste und goldene Regel ist hier, wie auch in vielen anderen Bereichen der Kindererziehung, dass man es nicht erzwingen sollte, ein Baby ans Töpfchen zu gewöhnen.

Ihr Kind wird aufhören, Windeln zu benutzen, es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann dies geschehen wird.

Alle Kinder wollen groß und erwachsen werden und demnach werden sie mit der Zeit auch verstehen, dass alle Großen und Erwachsenen keine Windeln benutzen.

Man kann mit dem Töpfchentraning zwar schon mit ca. 1 ½ Jahren beginnen, jedoch sollte dies dann eher sporadisch sein und nicht erwartet werden, dass das Kind nun innerhalb von ein paar Monaten keine Windeln mehr benötigen wird.

Gänzlich falsch wäre es, sich einen Zeitrahmen zu setzen, in dem es „geschafft“ sein muss.  Dies führt nur dazu, Druck aufzubauen.

Um die Sache attraktiver zu machen, kann man das Kind selbst ein Töpfchen aussuchen lassen, auf das es sich zunächst vielleicht nur in spielerischen Situationen setzt.

Auch mit Puppen kann man prima im Spiel das Töpfchen-Training thematisieren.

Viele Kleinkinder wissen zwar schon genau, was „Pipi“ und „Aa“ sind, bemerken aber trotzdem erst, wenn es schon geschehen ist, dass sie mal mussten.

Man kann sie daran erinnern, bevor sie zu Bett gehen, nach dem Essen, oder bevor man das Haus verlässt.  So gewöhnen sie sich daran, dem Thema Aufmerksamkeit zu schenken.

Hat ihr Kind tatsächlich etwas ins Töpfchen gemacht, so ist Lob angebracht.  Anders herum sollte es keine Schelte geben, wenn dies nicht der Fall ist.  Auch nicht, wenn es in Monaten nicht ein Mal der Fall ist.

Es ist auch immer eine Frage der Bereitschaft des Kindes, wann es damit beginnt, das Töpfchen ernst zu nehmen.  Negative Reaktionen steigern die Bereitschaft dazu keinesfalls.

Trainingswindeln sind eine gute Idee, vor allem im Sommer, wenn es nicht notwendig ist, weitere Kleidungsstücke darüber zu tragen.  Haben sie ein Bündchen, statt Klettverschluss, so kann das Kind selbst den Zeitpunkt bestimmen und die Windel hoch und herunterziehen.  Dies ist besonders bei den Kindern erfolgreich, die gerne sehr selbständig sind und alles selbst bestimmen wollen.

Haben Sie das Gefühl, dass ihr Kind jeden Versuch, es aufs Töpfchen zu setzen, ablehnt, so sollten sie es eine Weile unversucht lassen und später aufs Neue mit dem Training beginnen.

Währenddessen kann man aber durchaus mit gutem Beispiel vorangehen und das Kind mit auf die Toilette nehmen, wenn man selber geht, ohne jedoch weitere Kommentare über das Thema zu verlieren, die Druck ausüben sollen.
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