Nachtangst: Was tun, wenn das Kind Alpträume hat

Kinderaugen

Wenn dein Kind nachts schreiend aufwacht und sich im Bett herumwirft, leidet es möglicherweise an Nachtangst. Was kann man gegen Alpträume tun, damit das Kind besser schläft?

 

Was ist Nachtangst

Etwa 5% der Kinder im Vorschulalter leiden an Nachtangst. Nachtangst tritt am häufigsten bei Kindern unter sechs Jahren auf und wird durch bestimmte Gehirntätigkeiten ausgelöst. Die meisten Kinder wachsen aus dem Alter der Nachtangst heraus, bis sie in die Schule kommen.

Ein Teil des Gehirns wird während der Nachtangst angeregt, während der Rest des Gehirns, einschließlich des Bewusstseins und der Erinnerung, im Schlafzustand verbleibt. Ein Kind mit Nachtangst zieht aus, als sei es wach, schläft aber in Wirklichkeit noch und wird sich später nicht daran erinnern.

 

Was tut man gegen Nachtangst

Das Kind weder versuchen aufzuwecken, noch es behandeln, als sei es wach. Mit ruhiger Stimme zusprechen und so entspannt wie möglich wirken.

Für den Fall, dass das Kind schlafwandelt, versichere dich, dass alle Fenster und Türen gut verschlossen sind und nichts im Weg herumliegt.

Treten die Nachtängste regelmäßig auf, führe genau Buch darüber. Wenn du ein bestimmtes Muster gefunden hast, wecke das Kind einige Minuten auf, bevor ein Nachtangstanfall gewöhnlich auftritt. Tue das jeden Tag. Nach einer Weile kannst du versuchen, das Kind Kind durchschlafen zu lassen. Häufig verschwindet die Nachtangst, wenn man das Schlafmuster des Kindes eine Weile lang unterbricht.

Werden die Anfälle nicht besser, konsultiere einen Kinderarzt.

 

Was sind Alpträume

Alpträume, im Gegensatz zu Nachtangst, wecken das Kind in der Regel auf. Das Kind erinnert sich für gewöhnlich an den Vorfall und den Traum. Alpträume werden durch akute Probleme und Sorgen im Alltag verursacht bzw. bei Dingen, die das Kind im Fernsehen gesehen hat.

Im Gegensatz zu Nachtangst sind Alpträume ein Zeichen dafür, dass das Kind Ängste hat und die Ursache ist nicht immer offensichtlich. Bei Kindern treten Alpträume am häufigsten im Alter zwischen 3 und 5 Jahren auf, wenn sie sich ihrer Umwelt stärker bewusst werden. Solange Alpträume nicht regelmässig auftreten, gibt es normalerweise keinen Grund zur Besorgnis. Trotzdem sollte man versuchen, mit dem Kind zu sprechen, um die Ursache des Traums herauszufinden.

 

Was tut man gegen Alpträume

Versuche dir, von dem Kind erzählen zu lassen, wovon der Traum gehandelt hat oder lass es dir aufmalen. Zwinge das Kind jedoch nicht dazu, darüber zu sprechen, wenn es nicht will.

Gib dem Kind viel Zuneigung und beruhige es.

Treten die Alpträume häufig auf oder handeln immer von dem gleichen Thema, sollte man einen Arzt aufsuchen.

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