Junge oder Mädchen?


Seit jeher interessiert es die Menschheit und besonders die werdenden Eltern schon vor der Geburt eines Kindes, um welches Geschlecht es sich handeln mag.

Wenige machen sich gar keine Gedanken über das Thema, denn spätestens, wenn man von der Außenwelt gefragt wird, was man denn bevorzuge, muss man Farbe bekennen.  Selbst wenn die Antwort in etwas lautet „egal, Hauptsache, es ist gesund“ ertappen sich werdende Eltern oft bei Gedanken oder Tagträumen, in denen ihr Baby Gestalt, bzw. Geschlecht annimmt.


Dass Mutter Natur es eigentlich so vorgesehen hatte, dass man das Geschlecht des Kindes erst mit seiner Geburt erfährt, ist längst durch die Erfindung von Ultraschalluntersuchungen umgangen worden.  Ab ca. der 20. Woche, in manchen Fällen auch eher, kann ein Arzt per Ultraschall mit einiger Sicherheit feststellen, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt.

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass solche Prognosen zu Irrtümern führen, oder das Kind bis zum Schluss sein Geheimnis wahrt, indem es konsequent Positionen einnimmt, die keine Bestimmung möglich machen.

So hat es Eltern gegeben, die aus allen Wolken fielen, waren sie doch absolut davon überzeugt, den richtigen Mädchen-oder Jungennamen ausgesucht zu haben, nur um dann kurzerhand improvisieren zu müssen, da der Name nun doch nicht passte.

Um dem zu entgehen, versuchen besonders eifrige Eltern, schon vor der Geburt, bzw. bei der Zeugung ihres Sprösslings, die Kontrolle zu übernehmen.  Laut einiger Untersuchungen, sollen männliche Spermien, mit dem Y Chromosom für Jungen, kleiner, schneller und kurzlebiger sein, was eine Befruchtung durch sie kurz vor oder am Tage des Eisprungs wahrscheinlicher macht.  Des weiteren gilt, je häufiger Geschlechtsverkehr um den Eisprungtag herum, desto besser.

Für Mädchen gilt, dass ihre X Chromosom Spermien größer, langsamer und langlebiger sind, und somit am besten schon einige Tage vor dem Eisprung auf die Reise zu Gebärmutter und Eileiter geschickt werden sollten, damit sie dort auch pünktlich angelangen können, während die Y Chromosome dabei auf der Strecke bleiben.

Mittlerweile gibt es sogar per Bluttest die Möglichkeit, das Geschlecht zu bestimmen, jedoch dürfen Ärzte das Ergebnis nicht vor der 12. Woche bekannt geben, denn so sollen Schwangerschaftsabbrüche von Kindern mit dem „falschen“ Geschlecht verhindert werden, der bis zu drei Monaten vielerorts noch legal vorgenommen werden könnte.  Diesen Test gibt es nicht frei erhältlich und wird bisher nur von wenigen Ärzten angeboten.

Auch das Alter der Mutter soll Einfluss auf das Geschlecht des Kindes haben, so wurde nachgewiesen, dass bei steigendem Alter der Mutter, mehr Mädchen geboren werden, ab Mitte vierzig dann wieder mehr Jungen, obwohl dann natürlich generell wenig Geburten zu verzeichnen sind.

Aber auch während der Schwangerschaft soll es einige Indikatoren geben, die auf das Geschlecht hinweisen.  Diese entstammen oft Ammenmärchen und sind keineswegs wissenschaftlich belegbar, jedoch trotzdem sehr populär.

Es wird unter anderem behauptet, dass der Bauch bei Jungen und Mädchen eine andere Form annimmt, bei ersteren in spitzer Form, weit oben angesiedelt, bei letzteren weit unten, breit und rund.

Auch das Pendel soll Aufschluss geben können, schwingt es im Kreis, wird es ein Mädchen, schwingt es vor und zurück, ein Junge.

Hat man Appetit auf Süßes, so wird es ein Mädchen, bei Appetit auf Saures und Deftiges, ein Junge.

Aber auch der Vater muss für einige dieser Ammenmärchen herhalten, so gilt, wenn er mit der schwangeren Frau zunimmt, dass er einen Jungen bekommt, tut er dies nicht, dann bekommt das Paar ein Mädchen.

Ob man dies nun glaubt, oder nicht, soll jedem selbst überlassen sein.  Es ist interessant zu überprüfen, ob doch ein Fünkchen Wahrheit dabei sein könnte.
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