Ist Lakritz schädlich für Babys?

Lakritzkonfekt

Schwangere Frauen werden gewarnt, während der Schwangerschaft keine Lakritze zu essen. Glycyrrhizin, ein Bestandteil von Lakritz beeinflusst die Menge der Stresshormone Cortisol und Glucocorticol im Blut. Cortisol und Glucocorticol werden vom Körper in Stresssituationen freigesetzt und werden mit Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht in Verbindung gebracht. Während der Schwangerschaft dringen die Hormone durch die Plazenta und gelangen in den Körper des ungeborenen Babys.

 

In einer Studie fand man heraus, dass achtjährige Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft auch nur geringe Mengen an Lakritz gegessen hatten, einen um ein Drittel höheres Niveau an Cortisol im Körper als gleichaltrige Kinder, deren Mütter kein Lakritz gegessen hatten.

In einer weiteren Studie wurden im Jahre 2009 321 achtjährige Kinder getestet, deren Aufnahme von Lakritz während der Schwangerschaft dokumentiert wurde. Die Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft größere Mengen an Lakritz gegessen hatten, hatten weniger gute kognitive Ergebnisse, hatten eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne und zeigten gestörtes Verhalten wie Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.

Eine Aufnahme von 500mg Glycyrrhizin (etwa 100g Lakritz) pro Woche während der Schwangerschaft erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind weniger intelligent wird und Verhaltensstörungen zeigt.

Süßholzwurzel, ein wichtiger Bestandteil von Lakritzkonfekt, spielt in der Chinesischen Medizin schon seit mehr als 3000 Jahren eine wichtige Rolle und ist in vielen Kräutermitteln gegen Husten, Erkältung und Verstopfung enthalten.

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