Babys sind schlauer als man denkt

Schlaue Babys

Babys sind mehr als nur niedliche Wonneproppen. Hinter den Kulleraugen steckt mehr Genie als man ihnen zutraut.

 

Das Gehirn eines Babys wächst mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Innerhalb des ersten Lebensjahres verdoppelt sich die Gehirnmasse und erreicht bereits vier Jahre später ihre volle Größe. Zur Unterstützung der Lernprozesses im wachsenden Gehirn befinden sich dort etwa 1000 Billionen Synapsen, das heißt, Verbindungen zwischen den Gehirnzellen, welches etwa dem Doppelten der Synapsen beim Erwachsenen entspricht.

Seit langem weiß man schon, dass man als Kleinkind leichter mehrere Sprachen auf einmal lernt. Am Rhythmus und an den Gesichtsbewegungen kann ein Baby bereits im frühesten Alter unterscheiden, wenn eine neue Sprache gesprochen wird. Ein zweisprachig aufwachsendes Baby behält die Fähigkeit zum leichteren Erlernen und Trennen mehrerer Sprachen. Das Gehirn bei zweisprachig aufwachsenden Babys bleibt über einen längeren Zeitraum flexibler anderen Sprachen gegenüber.

Babys verstehen die Gefühle anderer Lebewesen, selbst bei ihnen unbekannten. Ein Baby, dass keinen Kontakt zu Hunden hatte, kann trotzdem instinktiv die Emotionen eines Hundes verstehen.

Lange bevor ein Baby beginnt, die ersten Worte zu formen, kann es bereits die Bedeutung von Worten verstehen. In einer Studie von sechs bis neun Monate alten Babys wurden diesen Bilder von Körperteilen und Lebensmitteln gezeigt und sie wurden nach einzelnen gefragt. Die Babys schauten beim Nennen eines Objektes zu dem richtigen Bild. Auch wenn man denkt, ein Baby hört nicht zu oder sieht nur ins Leere, nimmt es trotzdem gesprochene Worte aus seiner Umwelt auf und lernt sie zu verstehen.

Babys, die kaum Älter als ein Jahr sind, haben bereits einen Gerechtigkeitssinn. In diesem Alter sieht man oft, dass sie Gegenstände oder Essen gleichmäßig unter den anwesenden Personen verteilen und es merken, wenn jemand zuviel oder zu wenig hat.

Ein acht Monate altes Baby unterscheidet bereits zwischen gutem und bösem Verhalten. Dementsprechend achtet es auch schon darauf, dass böses Verhalten bestraft wird. Besonders unter Geschwistern sieht man häufig, dass das Baby sich freut, wenn der große Bruder für sein schlechtes Verhalten bestraft wird.

Es scheint, dass Baby gern nehmen, was man ihnen gibt, doch tatsächlich sind die meisten Babys glücklich, wenn sie einem anderen etwas anbieten können und dieser es annimmt. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass die Fähigkeit, Freude durch Geben und Helfen zu empfinden ein angeborener Teil der menschlichen Natur ist.

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