Abenteuerlust von Kleinkindern

Kleines Kind auf LeiterSobald ein Kleinkind zu laufen beginnt, ist es nicht mehr zu halten und bewegt sich in rasantem Tempo von einem Ort zum anderen, erkundet dabei wie eine Biene alle Dinge, die es auf seinem Weg entdeckt.

Das kann manchmal anstrengend sein, nämlich dann, wenn man in Eile ist und der Sprössling es fast unmöglich macht, 10 Schritte vorwärts zu setzen, denn er bevorzugt zwei Schritte vor, einen Schritt zurück, drei nach rechts, dann einen nach links und eventuell noch einmal einen zurück, damit ihm nichts davon entgeht, was er um sich herum entdecken kann.

Wie geht man mit der Kletterlust der Kleinkinder um?


Am leichtesten schafft man Abhilfe, indem man das Kind im Kinderwagen mit nimmt, jedoch wenn man sich zu Fuß auf den Weg gemacht haben sollte, dann gilt als erstes Gebot die großzügige Zeitplanung, denn mit knapp bemessenem Zeitraum für das Erreichen eines Zieles, sind Stressmomente vorprogrammiert.

Die meisten Kinder weigern sich ab einem gewissen Alter auch, ständig nur im Kinderwagen zu sitzen, haben Sie also ein sehr lebhaftes Kind, so müssen Sie es also unweigerlich hin und wieder laufen lassen.

Klettern und klimmen

Neugierde zeigen Kinder natürlich je nach Charakter mal mehr, mal weniger ausgeprägt, aber alle haben eines gemeinsam:  eine und Entdeckerdrang und die große Lust, ihr neu erworbenes Können auszuprobieren.  Dazu sind Spielplätze sehr gut geeignet und es gibt wohl kaum ein Kind, das sich hier nicht gerne aufhält.

Viele Eltern werden sich fragen, ob sie sich aus den teils gewagten Aktivitäten auf dem Spielplatz, oder auch zu Hause, heraushalten sollen, oder stets nur eine Armlänge neben ihren Sprösslingen verweilen sollten, um Fälle und Verletzungen vermeiden zu können.

Sinnvoll ist es, sich nur dann einzumischen, wenn das Kind sich offensichtlich in Gefahr bringt.  Ist dies nicht der Fall, kann man ruhig mehr Abstand nehmen und sich darauf verlassen, dass das Kind von seinem natürlichen Körpergefühl zuverlässig geführt wird.  In den meisten Fällen wird es um Hilfe bitten, wenn es diese benötigen sollte.


Spielgeräte und Untergrund sind häufig so ausgestattet, dass die Verletzungsgefahr recht klein ist, einige sind sogar mit einem Untergrund ausgestattet, der aus Matten besteht.  Dennoch sollten Sie die Fähigkeiten Ihres Kindes einschätzen lernen, um es vor Gefahren zu schützen, die es selbst noch nicht erkennen kann.

Dies gilt vor allem für Leitern aus Metall mit großen Abständen zwischen den Sprossen, oder steilen Aufgängen zu Klettergerüsten.

Ein eher ängstliches Kind sollte man nicht zu stark animieren, es alleine zu versuchen, denn die Zurückhaltung geschieht meist aus einem guten Grund, nämlich dem, dass das Kind noch nicht bereit ist und seinem Körper noch nicht vertraut.

Diese Kinder sind besonders anfällig für die Entwicklung von Angstzuständen vor Aufgaben, die ihnen zu hoch scheinen, negative Erfahrungen bewirken hier, dass ihr Selbstvertrauen sich noch schlechter entwickelt und sie somit eher mehr als weniger Hilfestellung seitens der Erwachsenen brauchen.

Ganz falsch wäre es, ein Kind mit einem anderen gleichaltrigen Kind zu vergleichen, um ihm zu zeigen, dass es diese Dinge auch schon können sollte, oder zumindest versuchen müsste.

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