Wie ungesund ist Schokolade? Schokolade als Teil der gesunden Ernährung

Schokolade

Ob in Form eines heißen Kakaos, eines klebrigen Trüffels oder eines Stückchens himmlischer Vollmilchschokolade, Schokolade ist das Genussmittel Nummer Eins für die meisten Menschen. Doch der Genuss der süßen Köstlichkeiten hat seinen Preis, nicht wahr? Denn Schokolade ist voller gesättigter Fettsäuren und Koffein und deshalb höchst ungesund, lautet die allgemeine Meinung. Neue Forschungen ergeben allerdings, dass Schokolade durchaus ein gesunder Teil der Ernährung sein kann. Hier sind die häufigsten Gerüchte über Schokolade und was dran ist:

 

Gerücht: Schokolade enthält viel Koffein

Der Genuss von Schokolade gibt zwar einen Energieschub, das liegt jedoch nicht am Koffeingehalt. Eine 40g Tafel Schokolade oder eine Tasse Kakao enthalten nur etwa 6mg Koffein, die gleiche Menge wie entkoffeinierter Kaffee. Zum Vergleich: regulärer Kaffee enthält 65 bis 135mg Koffein pro Tasse.
Fühlt man sich nach dem Genuss der Schokolade aufgeputscht, liegt es also nicht am Koffein, sondern eher am Zuckergehalt.

Gerücht: Schokolade enthält ungesundes gesättigtes Fett und steigert das Cholesterin

Schokolade enthält hauptsächlich Stearinsäure, eine gesättigte Fettsäure mit einzigartigen Eigenschaften. Der Cholesteringehalt wird nicht im gleichen Maße erhöht wie bei anderen gesättigten Fettsäuren. Tatsächlich steigert der Genuss von Schokolade das HDL-Cholesterin, also das "gute" Cholesterin.

Gerücht: Schokolade hat keinen Nährwert

Schokolade enthält Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink sowie Polyphenol, ein Antioxidationsmittel, dass man in Tee und Rotwein findet. Polyphenol assoziiert man mit der Risikosenkung von Herzkrankheiten.
Dunkle Schokolade, also Schokolade mit höherem Kakaoanteil enthält deutlich mehr Antioxidationsmittel als Milchschokolade und soll auch die Blutdrucksenkung fördern. Das bedeutet natürlich nicht, dass Schokolade die blutdrucksenkenden Medikamente ersetzt, sondern das sie eine positive Auswirkung auf Blutdruck und Insulinresistenz haben kann.

Gerücht: Schokolade verursacht Karies

Süßigkeiten allein verursachen kein Karies. Karies entsteht, wenn die Bakterien im Mund Zucker und Stärke jeglicher Speisen in Säure umwandeln. Diese Säure frisst sich durch den Zahnschmelz und verursacht Karies.
Die in Schokolade enthaltenen Proteine, Phosphate und Kalzium fördern sogar den Schutz der Zähne. Der natürliche Fettgehalt der Schokolade sorgt dafür, dass dir Mundhöhle schneller vom essen befreit wird, während andere Süßigkeiten längere Zeit auf den Zähnen haften bleiben.
Regelmäßige Zahnpflege und Mundhygiene schützt vor Karies, ob man nun Schokolade isst oder nicht.

Gerücht: Schokolade verursacht Kopfschmerzen

Oft steht Schokolade als Auslöser von Migräneanfällen unter Verdacht, doch es gibt keine wissenschaftliche Verbindung zwischen Schokolade und Kopfschmerzen. Chronische Kopfschmerzen sollten einer veralteten Meinung zufolge durch bestimmte Amine (u.a. Histamine und Beta-Phenylethylamine) ausgelöst werden, wie sie in Käse, Erdnüssen, gepökeltem Fleisch, Schokolade und Alkohol vorkommen, doch neueren Studien zufolge wird Schokolade als Ursache der Kopfschmerzen ausgeschlossen.

Gerücht: Schokolade verursacht Pickel

Viele Dermatologen glauben inzwischen, dass die Ernährung eher eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung von Akne und Pickeln spielt. Man glaubt inzwischen, dass Akne durch eine Kombination von hohem Bakteriengehalt und Talg auf der Haut entsteht.

Gerücht: Schokolade macht dick

Jedes Genussmittel und jedes Essen kann in eine gesunde Ernährung integriert werden, wenn in Maßen konsumiert. Ein herkömmlicher Schokoladenriegel enthält etwa 200 Kalorien, welches allein nicht genug ist, dick zu machen, solange andere Speisen mit hohem Kaloriengehalt vermindert werden. Der Genuss eines gelegentlichen Schokoladenriegels verringert in den meisten Fällen plötzliche Essattacken, die viele Menschen bei Diäten empfinden, wenn sie ihren Gelüsten nach Süßem nicht ab und zu nachgeben.

Der schlechte Ruf von Schokolade hat begonnen, sich zu bessern, seitdem Wissenschaftler zeigen, dass sie durchaus Teil eines gesunden Lebensstils sein kann. Solange Schokolade in Moderation gegessen wird, kann man sie ohne schlechtes Gewissen genießen.

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