Wie beeinträchtigt Kaffeeanbau die Natur

Kaffeebohnen

Kaffee ist wie Kakao eines der beliebtesten Genussmittel der Welt. Die ständig wachsende Nachfrage über die letzten Jahrzehnte haben zufolge, dass sich die Anbauformen verändern, um genügend Kaffee liefern zu können. Allerdings wirken sich verschiedene Anbaumethoden unterschiedlich auf die Umwelt aus, je nach dem, wo und wie der Kaffee angebaut wird.


 

Kaffee ist eine tropische Pflanze, die nur unter den richtigen Umweltbedingungen optimal wachsen und Früchte tragen kann. Die richtige Menge an Regen, Sonne und Wind sind dabei ebenso wichtig wie die Qualität des Bodens und die Temperatur.

Die Kaffeepflanze braucht zwischen 1500 und 3000 Millimeter Niederschlag im Jahr. Die ideale Temperatur variiert je nach Pflanzentyp, doch keine der Kaffeepflanzenarten kann Frost vertragen. Kaffee Robusta verträgt heissere Temperaturen als zum Beispiel Kaffee Arabica.

Beim traditionellen Kaffeeanbau wurde Kaffee im Schatten von Bäumen angebaut, doch diese Methode ist eher langsam, da die Beeren längere Zeit reifen. Daher wechselte man in den letzten Jahrzehnten zum Sonnenanbau, damit die Beeren schneller reif werden und schneller Ernte erzielt werden kann.

Der Schattenanbau von Kaffee ist wesentlich umweltfreundlicher, denn durch den Anbau der Kaffeepflanzen im Schatten wird Schutz und Nahrung für Tiere, vor allem Vögel geboten. Weiterhin bleibt der Boden länger fruchtbar, wodurch weniger Dünger, weniger Herbizide und Pestizide verwendet werden müssen. Die Bäume schützen die Kaffeepflanzen vor Wettereinflüssen und bieten ein optimaleres Mikroklima. Da es im Schatten kühler und feuchter ist, verdunstet weniger Feuchtigkeit und die Kaffeepflanzen brauchen weniger bewässert zu werden.

Sonnenkultivierter Kaffee bewirkt drastische ökologische Effekt, wie Zerstörung von Biotopen, verminderte Bodenqualität, vermehrte Erosion, Verschmutzung mit Pestiziden sowie generelle Verschmutzung. Ferner arbeiten die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen unter härteren Bedingungen durch die Hitze und die Belastung durch Pestizide.

Viele Lateinamerikanische Länder, jedoch nicht alle, bevorzugen den traditionellen Schattenanbau von Kaffee. Die wesentlich umweltfreundlichere Methode trägt erheblich dazu bei, gegen den Klimawechsel zu schützen. Viele Kaffeeplantagen betreiben sowohl Schattenanbau als auch Sonnenanbau, doch wenn auf der Kaffeepackung nicht ausdrücklich beworben wird, dass er umweltfreundlich angebaut wurde, kommt er höchstwahrscheinlich aus Sonnenkultivation, welche immer noch vorwiegend verwendet wird.

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