Warum ist der Stevia als erster pflanzlicher Süßstoff nur begrenzt zugelassen?

Süßkraut

Der Süßstoff Steviolglykosiden ist als erstes Zuckerersatzmittel rein pflanzlich und wird aus der Pflanze Stevia rebaudiana (auch als Süßkraut bekannt) gewonnen. Die Pflanze stammt aus Südamerika, wird aber dank seiner süßenden Eigenschaften weltweit angebaut.

Der Süßstoff der Pflanze ist erst seit Dezember 2011 in Europa zugelassen und darf daher nur in eingeschränkten Mengen konsumiert werden. Bei regelmäßigem Verzehr liegt diese Menge bei 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Der Grund dieser Einschränkung ist, dass bisher nur eindeutige Daten gesundheitlicher Unbedenklichkeit bei kleinen Mengen vorliegen. Die Süßkraft des pflanzlichen Süßstoffes ist bis zu 300 mal stärker als die des herkömmlichen Haushaltszuckers (Saccharose).

Ein Nachteil des Süßstoffes Steviolglykosiden ist, dass es einen leicht bitteren, lakritzartigen Geschmack hat. Je nach Herkunft der Pflanze variiert auch die Mischung der enthaltenen Substanzen und damit das Aroma.

Das Süßmittel ist zwar als unbedenklich eingestuft und darf damit in fertigen Produkten enthalten sein, doch es wird momentan davon abgeraten, den Süßstoff selbst als Ersatzsüßmittel zu Zucker zu verwenden, denn die Pflanze selbst ist aufgrund der mangelnden Forschungen und Daten bisher nicht als Nahrungsmittel zugelassen.
Als Zusatzstoff ist der pflanzliche Süßstoff ebenso kalorienarm und zahnfreundlich wie andere Zuckerersatzstoffe.

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