Pizza selbst machen

selbstgemachte Pizza
Pizza, das allseits beliebte italienische Gericht, schmeckt beim Italiener immer noch am besten.  Die amerikanische Version hat auch ihre Anhänger gefunden und die Verbreitung mehrerer bekannter Pizza-Ketten aus den USA ist seit den 80er Jahren auch in Deutschland unaufhaltsam.

Trotzdem ist es ein Gericht, das man wunderbar zu Hause zubereiten kann und das dann die meisten Tiefkühlprodukte in den Schatten stellen dürfte, denn es hat den Vorteil, dass man sich auch den Belag ganz genau nach seinem eigenen Geschmack zusammenstellen kann.

Pizzen, oder Pizzas, beide Pluralformen sind in der deutschen Sprache zulässig, gibt es in Italien schon seit dem 19. Jahrhundert, verschiedene Vorläufer auch schon länger.  Deswegen möchten wir, wie anfangs erwähnt, der echten italienischen Pizza auch ihren Meisterschaftstitel keinesfalls absprechen.

Ein wichtiger Faktor, der die Qualität der Pizza mitbestimmt, ist der Ofen, in dem sie gebacken wird.  Die besten Ergebnisse erzielt man bei Temperaturen von mindestens 400ºC, oder sogar 500ºC, bei denen die Pizza in wenigen Minuten fertig gebacken werden kann.

Nicht umsonst ist in Italien aus dieser Notwendigkeit ein eigenes Handwerk entstanden, das des pizzaiolo, des Pizzabäckers, der die gesamte Pizza herstellt und in seinem Ofen backt.
Dies geschah zum ersten Mal 1830 in Neapel, wo die älteste Pizzeria damals eröffnet wurde und bis heute Pizzen serviert.

Zuvor hatte man seine Pizza noch selbst zu Hause vorbereitet, um sie dann beim örtlichen Bäcker backen zu lassen, der meist der einzige war, der dafür einen geeigneten Ofen hatte.

Dies soll zwar heißen, dass wir zu Hause mit unserem konventionellen Ofen keine vergleichbaren Ergebnisse erzielen können, durch die richige Wahl von Teig und Zutaten aber durchaus sehr leckere Pizzen herstellen können.

Der beste Teig ist ein Hefeteig, der relativ luftig wird und aufgeht, denn die Backzeit muss zwangsläufig länger sein, weil die Höchsttemperatur unseres Ofens nur ca. 300ºC erreichen kann.  Ein sehr dünner Teig hat eher die Tendenz, zu trocken und hart zu werden.

Ein Grundrezept für einen Hefeteig ist folgendes.  Die Mengenangaben ergeben ein Blech:

450 g Mehl
1 TL Salz
20 g frische Hefe
190 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl

Man gibt das Mehl in eine Schüssel und formt eine Mulde in der Mitte.  Dort gibt man die zerbröckelte Hefe hinein, etwas lauwarmes Wasser hinzu und lässt alles ca. 15 Minuten an einem warmen Ort gehen.  Nun kommt das restliche Wasser hinzu, Öl und Salz und man verknetet den Teig ordentlich.  Der Teig darf nicht mehr an den Händen kleben, nach Bedarf kann man etwas mehr Mehl hineinkneten.

Nun muss der Teig ein zweites Mal gehen, ca. 1 Stunde, oder bis sich die Größe verdoppelt hat.  Danach kann er auf dem Blech ausgerollt und belegt werden.

Für die Tomatensauce, die man auf den Teig streicht, kann man entweder passierte Tomaten aus der Dose nehmen, oder diese selbst einkochen.

Für ein einfaches Saucengrundrezept gibt man Salz, Pfeffer, eine ganze Knoblauchzehe und etwas Olivenöl zu 1kg enthäuteten, gewürfelten Tomaten und kocht diese ca. 10 Minuten ein.  Danach kann die Sauce noch einmal zusätzlich pürriert werden.  Ein Löffel Honig hilft, den Tomaten die Säure zu nehmen.  Vor dem Bestreichen der Pizza sollte die Sauce allerdings abgekühlt sein.

Als weiterer Belag kommen bekanntlich z.B. Champignons, gekochter Schinken, Salami, Mais, Zwiebeln, Artischocken, Oliven oder Thunfisch in Frage.  Je weniger Wasser die Zutaten beim Backen verlieren, umso besser, denn sonst kann es passieren, dass der Teig an einigen Stellen schon verbrennt, während er an anderen noch Wasserpfützen aufweist.

Nun fehlt noch der Käse, auch hier eignen sich sämtliche Arten von Käse, die gut schmelzen, die wohl beliebteste Art ist der Mozzarella.

Nun muss die Pizza im Ofen ca. 15-20 Minuten backen, zunächst bei Höchsttemperatur ca. 5 Minuten, danach auf 200ºC herunterstellen, damit Käse und Belag nicht verbrennen und alles gar wird.
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