Was tut man dagegen, bei einer Rede den Faden zu verlieren?

Ansprache halten

Das kann schon mal sehr peinlich sein, wenn man eine Ansprache halten muss und vor lauter Nervosität oder durch Ablenkungen im Umfeld den Faden verliert und ins Stocken gerät. Äußere und innere Ablenkungen sowie Nervosität sind die häufigsten Ursachen für einen solchen Gedankenabbruch. Wie verhindert man diese Ablenkungen, so dass man nicht den Zusammenhang verliert?

Es gibt einige Strategien, die man lernen kann, um sich nicht von den eigenen Gedanken ablenken zu lassen. Bei innerlichen Ablenkungen so wie Nervosität oder Stress hilft vor allem regelmäßiges Üben zur Konzentration. Wichtig ist der Anfang der Rede, die ersten zwei, drei Minuten müssen so fest sitzen, dass man sie im Schlaf herunterspult. Unmittelbar vor und während der ersten Sätze der Rede ist das Nervensystem am meisten angespannt. Der Puls geht schneller, das Herz hämmert. Hat man den Anfang geschafft, beginnt der Körper sich der Rolle anzupassen und zu entspannen.
Der Beginn der Rede ist auch deshalb so wichtig, weil die Zuhörer sich jetzt den ersten Eindruck vom Redner machen, und der erste Eindruck ist bekanntlich der ausschlaggebende. Schafft man es über die Hürde der ersten Sätze, steigen das Selbstbewusstsein und die Ausstrahlung. Dadurch verbessert sich der Kontakt zum Publikum.

Manche Menschen leiden unter äußeren Ablenkungen, das heißt, sie sehen oder hören etwas im Publikum und schon vergessen sie, was sie gerade gesagt haben und worauf sie hinaus wollten. Dagegen hilft es, den Satz undramatisch zu beenden und eine bedeutungsvolle Pause zu machen, während der man den Zuhörern zulächelt. Ruhig durchatmen, bis der nächste Punkt der Rede wieder einfällt.
Zur Vorbeugung solcher äußeren Ablenkungen kann man zu Hause regelmäßige Meditationsübungen machen. Bei Meditation lernt man, sich völlig auf sein eigenes Inneres zu konzentrieren und sich nicht durch Geräusche ablenken zu lassen.

Als Redner ist es gut zu verstehen, dass nicht jede Sekunde der Redezeit ausgefüllt sein muss und die Zuhörer auf der Seite des Redners sind. Das Publikum ist dort, um unterhalten zu werden, denn es gibt einen Grund dafür, am Rednerpult zu stehen. Man braucht nicht perfekt zu sein, muss also nicht nervös sein. Oft sind es gerade die menschlichen Seiten des Redners, die ihn für die Zuhörer sympathisch machen. Wenn er also durch eine Ablenkung den Faden verliert, hilft es oft, dem Publikum genau das zu sagen. Das Publikum hat nicht nur Verständnis für solche Sachen, sondern die meisten von ihnen würden selbst niemals am Rednerpult stehen wollen und bewundern den Redner allein dafür.

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