
Wenn die Katzenmutter ihre neugeborenen Jungen verstößt, muss der Katzenhalter selbst versuchen, die Kätzchen großzuziehen.
Gewöhnlich braucht man sich als Halter einer trächtigen Katze keine Gedanken um den Wurf zu machen, weil die Katzenmutter sich instinktiv gut um ihre Jungen kümmert. In seltenen Fällen jedoch kommt es vor, dass einzelne Kätzchen oder der ganze Wurf von der Mutter abgelehnt werden. Um diese vor dem sicheren Tod zu retten, kann der Katzenhalter sie versuchen anzunehmen.
Befindet sich zufällig eine weitere säugende Katzenmutter im Haushalt, macht es Sinn, zu versuchen, ob sie einige der verstoßenen Kätzchen annimmt, denn eine Katzenmutter ist immer besser für die Kleinen als jeder Mensch. Nicht immer allerdings wird eine Katze fremde Jungen akzeptieren, vor allem, wenn sie selbst bereits einen großen Wurf hat.
Um die Kätzchen selbst großzuziehen, bereitet man eine kleine Kiste oder ein Körbchen vor, dass mit weichen Decken ausgelegt wird. Das wichtigste wie bei allen neugeborenen Lebewesen ist, sie warm zu halten. Bei kaltem Wetter stellt man das Körbchen nahe an die Heizung oder legt ein elektrisches Heizkissen unter die Decke. Das Heizkissen auf niedrige Stufe stellen und ab und zu die Temperatur prüfen, damit die Katzenkinder nicht überhitzen.
Wer kein Heizkissen hat, kann die Kätzchen gelegentlich mit einer Rotlichtlampe bestrahlen.
Im Zoohandel gibt es spezielle Katzenaufzuchtmilch zu kaufen. Auf kleinen Fall Kuhmilch verwenden. Die Aufzuchtmilch füttert man an die Katzenkinder mit einem Fläschchen oder einer Spritze, leicht angewärmt. Die Öffnung von Flasche oder Spritze im Mäulchen des Kätzchens platzieren und nicht zuviel Milch auf einmal herausdrücken. Das Kätzchen sollte dabei in der gleichen Position sein, als würde es bei der Mutter an den Zitzen saugen, also auf dem Bauch. Niemals das Kätzchen auf den Rücken legen, sonst besteht die Gefahr, dass die Flüssigkeit in die Lungen gerät und das Kätzchen erstickt. Die Kätzchen sollten alle zwei Stunden gefüttert werden; sie hören von allein auf zu trinken, wenn sie genug haben.
Neugeborene Katzenkinder brauchen Hilfe dabei, ihre Blase zu entleeren. Bis sie vier Wochen alt sind, stimuliert die Katzenmutter Genitalien und Unterbauch, indem sie dort leckt. Als menschliche Katzenmutter stimuliert man die Gegend durch das sanfte Massieren mit einem warmen, feuchten Wattebausch nach jeder Fütterung.
Feste Nahrung speziell für Katzenkinder wird erst im Alter von etwa sechs Wochen gegeben. Die Katzen brauchen bei der Einführung von fester Nahrung oft etwas Hilfe. Katzenkindernahrung ist sehr flüssigkeitshaltig, doch den Katzen muss manchmal gezeigt werden, dass das ihr neues Futter ist. Ein wenig Futter auf einen Finger geben und um das Mäulchen der Katze schmieren, damit sie das Futter ableckt und auf den Geschmack kommt.
