
Borkenflechte oder Glatzflechte (Dermatophytosis) ist eine Pilzinfektion auf der Haut. Sie äußert sich durch kreisförmige kahle Stellen im Fell. Die Krankheit ist sehr unangenehm für die Katze und befällt Haut, Fell und Krallen.
Es gibt über 40 verschiedene Pilzarten, die Borkenflechte bei Katzen verursachen können. Die Katzen infizieren sich durch Kontakt mit anderen infizierten Katzen, durch Sporen im Boden oder verseuchte Fellbürsten. Besonders Katzen mit schwachem Immunsystem, Wunden auf der Haut, langem Fell oder junge Katzen unter einem Jahr stecken sich leicht mit Borkenflechte an.

Borkenflechte bei der Katze
Borkenflechte bei Katzen äußert sich durch ringförmigen Fellverlust, Ekzeme, Juckreiz, Schuppen und Hautentzündungen. Meist sind Gesicht, Kopf, Ohren und Pfoten betroffen. Andere Krankheiten wie Dermatitis oder Katzenakne zeigen ähnliche Symptome, weshalb der Tierarzt die Krankheit durch Tests diagnostizieren muss.

Borkenflechte Beim Menschen
Wenn Borkenflechte nicht behandelt wird, kann sie bei einer gesunden Katze nach einigen Wochen von selbst verschwinden. Bei manchen Katzen jedoch breitet sie sich weiter aus und schwächt das Immunsystem, so dass die Katze anfälliger gegen andere Krankheiten wird. Ein hartnäckiger Fall von Borkenflechte kann durch Anti-Pilz-Shampoo, Salbe und oraler Medikation wie Itraconazol oder Ketaconazol behandelt werden. Je nach Schwere der Krankheit kann die Behandlung mehrere Monate dauern.
Borkenflechte ist ansteckend für Katzen, Menschen und andere Haustiere. Bleibt die Krankheit unbehandelt, vergrößert sich die Gefahr einer Ansteckung deutlich. Eine kranke Katze sollte mit Handschuhen angefasst werden oder man sollte sich anschließend gründlich die Hände waschen. Decken und Körbchen, auf denen die Katze liegt, sollten ausgekocht werden. Alle waschbaren Gegenstände, mit denen die Katze in Berührung kommt, sollten abgewaschen und desinfiziert werden. Was nicht gewaschen werden kann, muss entsorgt werden.
