
Katzen verbringen einen Grossteil ihrer Zeit während des Tages mit Schlafen, die Nacht ist also zum fressen und Spielen da. Wenn deine Katze dich nachts ständig stört und ihre Pfoten in dein Gesicht haut, ist es Zeit, ihr diese lästige Angewohnheit abzugewöhnen.
Manche Katzen finden schnell heraus, dass es sehr unterhaltsam ist, Herrchen oder Frauchen nachts zu stören. Hat sie sich das Kratzen mit den Pfoten schon zur Gewohnheit gemacht, erfordert es viel Geduld, sie wieder davon abzubringen.
Wer seine Katze kennt, weiß, dass es wenig Sinn hat, sie nachts aus dem Schlafzimmer zu werfen. Sie wird einfach solange an der Tür kratzen und miauen, bis man sie wieder herein lässt.
Typische Gründe, warum eine Katze nachts stört sind, Hunger, Lust zum Spielen, Suche nach Wärme oder gesundheitliche Probleme.
Ist deine Katze nachts hungrig, sorge dafür, dass sie immer etwas Trockenfutter im Napf hat, woran sie knabbern kann. Vielleicht ist es sinnvoll, ihr das Nassfutter abends statt morgens zu geben, so dass sie nachts einen vollen Magen hat. Für Katzen, die zum Überfressen neigen, ist es besser, ihnen keinen vollen Napf rund um die Uhr zu geben, sondern einen Fütterungsautomat zu nehmen, der ihr nachts Futter gibt, etwa um die Zeit, um die sie dich sonst stören würde.
Eine Katze, die Langeweile hat, neigt dazu, mit Herrchen oder Frauchen spielen zu wollen und nimmt dabei wenig Rücksicht auf Schlafenszeit. Das sieht man besonders oft bei Katzen, die tagsüber viel allein sind. Dann wollen sie nachts mit ihrem Menschen spielen, der sonst nicht da ist. Um den Drang nach Abwechslung zu befriedigen, solltest du ihr abends vor dem Schlafengehen mehr Zeit widmen und mit ihr ausgiebig spielen. Für die Zeit, wenn die Katze allein ist, solltest du ihr was zu tun geben. Zum Beispiel einen schönen Platz am Fenster, wo sie rausgucken kann, Katzenspielzeug und Kletterbäume.
Ist das nächtliche Stören eher ein neues und ungewöhnliches Verhalten, und die Katze zeigt Symptome wie Appetitlosigkeit, Apathie, Miauen oder Verdauungsstörungen, oder wenn sie bereits eine ältere Katze ist, solltest du sie sicherheitshalber zum Tierarzt bringen. Schmerzen können die Katze nachts unruhig machen und sie sucht Hilfe von ihren Menschen. Ältere Katzen können nachts unter Angstzuständen leiden und brauchen die Nähe ihrer Menschen. Der Tierarzt kann dich beraten, wie du deiner Katze helfen kannst.
Im Winter gibt es kaum etwas schöneres für die Katze als sich nachts unter die warme Decke neben Herrchen oder Frauchen zu kuscheln. Ist es schwierig, darunter zu kriechen, muss Frauchen eben aufgeweckt werden. Entweder musst du der Katze den Zugang unter die Decke erleichtern, oder du bietest ihr einen kuscheligen, warmen Schlafplatz direkt neben der Heizung an.
Hilft nächtliches Füttern, ein warmer Schlafplatz oder ausgiebiges Spielen nicht und deine Katze weckt dich regelmäßig nachts auf, hat sie sich vielleicht zur Angewohnheit gemacht, nachts deine Aufmerksamkeit zu erzwingen. Sie ist schließlich wach, also sieht sie keinen Grund, warum du sie nicht streicheln kannst. Auch wenn es nicht leicht ist und viel Geduld erfordert, kannst du ihr diese lästige Angewohnheit abgewöhnen, indem du überhaupt nicht auf ihre Versuche eingehst. Dreh dich weg von ihr und zieh notfalls die Decke über den Kopf. Reagiere auf sie in keiner Weise. Die Katze wird eine Zeitlang weiter versuchen, aber wird irgendwann aufgeben und sich eine neue Unterhaltung suchen. Niemals solltest du ihr in den folgenden Nächten nachgeben. Wenn du ihr das kleinste Zeichen an Aufmerksamkeit gibst, hast du ihr lediglich gezeigt, dass Ausdauer sie weiter bringt. Bekommt sie auch nach mehreren Nächten kein zufriedenstellendes Ergebnis für ihre Versuche, wird sie irgendwann damit aufhören, dich stören zu wollen.
