Tiere und Tollwut

Anzeichen von Tollwut beim Tier

Tiere und Tollwut

Tollwut ist ansteckend und gefährlich und wird gewöhnlich durch den Biss eines tollwütigen Tiers übertragen. Hat man den Verdacht, ein Tier könnte Tollwut haben, kann man sein Verhalten beobachten, um sicherzugehen.

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Tollwut besteht aus drei Phasen: der prodromalen Phase, der wütigen Phase und der paralytischen Phase. In jeder Phase der Krankheit zeigen infizierte Tiere bestimmte Symptome, die verraten, ob Tollwut vorliegt oder nicht. Einige dieser Symptome können auch bei anderen Krankheiten auftreten, daher muss man das Gesamtverhalten beobachten und bei Zweifel einen Tierarzt das Tier untersuchen lassen. Der Tierarzt kann einen Test des Speichels, Blutserums oder der Rückenmarksflüssigkeit machen, der eine zuverlässige Diagnose stellt. Die einzig hundertprozentige Diagnose ist eine Untersuchung des Hirngewebes, die allerdings nicht beim lebenden Tier durchgeführt werden kann.

 

1. Stadium der Tollwut: Prodromale Phase

Bei tollwütigen Hunden stellt man im ersten Stadium einen veränderten Bellton fest, der zwei bis drei tage andauert.

Während der prodromalen Phase zeigen infizierte Tiere oft Mangel an Appetit. Man sollte also die Menge des gefressenen Futters im Auge behalten und mit der üblichen Menge vergleichen.

Das Tier kann im ersten Stadium Fieber bekommen und zeigt geringfügige Verhaltensveränderungen.

 

2. Stadium der Tollwut: Wütige Phase

Im zweiten Stadium der Tollwut verändert sich das Fressverhaltens erneut. Meist entwickelt das Tier ungezügelten Appetit und frisst alles, was es bekommt. Auch nicht essbare Gegenstände kann es fressen. Diese Phase dauert zwei bis drei Tage.

Das Tier knurrt häufig grundlos.

Die Pupillen sind erweitert und das Tier wirkt desorientiert, ängstlich oder extrem wachsam.

Das Tier zeigt ungewohnt aggressives Verhalten, hat keine Angst vor natürlichen Feinden und greift bewegliche Objekte, andere Tiere oder Menschen an.

Unruhiges Herumlaufen und Zittern sind Zeichen eines beginnenden Anfalls.

 

3. Stadium der Tollwut: Paralytische Phase

Das Tier würgt häufig in der paralytischen Phase. Diese Phase kann zwei bis vier tage andauern.

Das Tier zeigt Schluckschwierigkeiten, sabbert ungewöhnlich viel und kann Schaum vor dem Mund haben.

Kiefer und Kehle des Tieres zeigen Lähmungserscheinungen. Der Unterkiefer hängt schlapp herunter.

Die Lähmungserscheinungen breiten sich über den Rest des Körpers aus. Das Tier fällt irgendwann in ein Koma und stirbt.

 

Der beste Schutz gegen Tollwut ist eine regelmäßige Tollwutimpfung. Wird ein geimpftes Tier von einem tollwütigen Tier gebissen, kann man es zur Nachimpfung zum Tierarzt bringen.

Man sollte den örtlichen Tierschutzverein über die Anwesenheit eines tollwütigen Tieres informieren.

Ein Tier, das unter Tollwutverdacht steht, sollte umgehend zum Tierarzt gebracht werden. Tollwut ist ansteckend und wird sehr schnell sehr gefährlich. Kinder sollten sofort von dem Tier ferngehalten werden.