Hund aus dem Tierheim

Wie bildet man Vertrauen auf zu einem Hund aus dem Tierheim?

Hund aus dem Tierheim

Toll, wenn du dich entschieden hast, einen Hund aus dem Tierheim zu retten. Auch wenn die Tiere im Tierheim gut aufgehoben sind, ist es für das Wohlergehen eines Hundes sehr wichtig, eine Bezugsperson, also ein Herrchen oder Frauchen zu haben, dass sich liebevoll um ihn kümmert. Leider haben Hunde aus dem Tierheim gewöhnlich ein traumatisches Erlebnis hinter sich. Dies macht es ihnen nicht leicht, Vertrauen zu einer neuen Person zu fassen, denn der vorherige Besitzer hat sie enttäuscht und verlassen.

Hast du es satt, ständig für Apps & Games zu zahlen?
Dann hör damit auf!
www.joisst.com

Da Hunde aus dem Tierheim meist schon erwachsen sind, muss das Vertrauen zwischen Mensch und Tier erst mit viel Geduld und Verständnis aufgebaut werden.

Etwa ein Viertel aller Tierheimhunde sind Rassehunde. Wer einen Rassehund adoptiert, hat es meist etwas leichter, denn jede Rasse hat bestimmte Eigenschaften, die sich in dem einzelnen Hund wiederfinden. Kennt man die Eigenschaften der Hunderasse, ist es leichter, den Hund zu verstehen und somit das Vertrauensverhältnis aufzubauen.
Mischlinge hingegen können sehr unterschiedlich sein. Sie tragen die Gene verschiedener Rassen und haben damit ihre individuellen Eigenschaften, was sie für viele Menschen umso liebenswerter macht. Das heißt allerdings auch, dass man die individuellen Eigenschaften seines Hundes erst einmal kennenlernen muss. Am besten versuchst du herauszufinden, welche Hunderassen in deinem Hund vereint sind und lernst die charakteristischen Eigenschaften dieses Hundes genauer kennen.

Je älter der Hund ist, umso größer ist wahrscheinlich sein Trauma. Dies macht sein Verhalten zu Beginn unberechenbar. Versuche möglichst viel über die Vergangenheit deines Hundes herauszufinden, um seine Geschichte und seine Welt besser verstehen zu können. Wichtig ist, dass du verstehst, dass aggressives Verhalten seitens des Hundes zwar nicht geduldet werden darf, aber dass dies auf Angst und schlechten Erfahrungen basiert. Zunächst einmal musst du also verstehen, warum der Hund in bestimmten Situationen aggressives Verhalten zeigt, so dass du langsam mit ihm arbeiten kannst, diese Angst abzubauen. Niemals solltest du den Hund für sein Verhalten bestrafen. Zeige ihm, dass du nicht wünschst, dass er sich so verhält, aber bleibe sein Freund, damit er keine Ängste vor dir entwickelt.

Beim Training und Disziplinieren musst du behutsam sein und viel Geduld aufbringen. Erwarte keine großen Ergebnisse nach kurzer Zeit und rechne mit gelegentlichen Rückfällen. Je nach Herkunft des Hundes hat er vielleicht sein bisheriges Leben angekettet im freien verbracht und durfte nicht ins Haus kommen. Oder er wurde an eine Baum gebunden und so ausgesetzt. Gib ihm Zeit, sich an seine neue Realität zu gewöhnen. Wenn er sich zu Beginn versteckt, lass ihn in seinem Versteck, bis er von allein herauskommen möchte. So hat er Zeit zu beobachten, wie sein neues Zuhause funktioniert und fühlt sich nicht unter Druck gesetzt.

Jeder traumatisierte Hund kann mit Zeit, Geduld und viel Verständnis neu „programmiert“ werden. Ängste können nur durch positive Assoziationen gelindert werden, niemals durch Gewalt und Schärfe. Hat der Hund Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen, gib ihm ein positives Ergebnis durch Belohnungen oder Spielzeug. Jede Überwindung der Angst sollte belohnt werden, aber der Hund muss dies freiwillig tun und sollte sich sofort wieder zurückziehen dürfen. So lernt er, dir zu vertrauen und und glauben.

Hat ein Hund ein besonders starkes Trauma hinter sich, mit dem du auch nach langem Training nicht fertig wirst, frage einen Tierarzt oder einen Hundeexperten um Rat. Nichts wäre schlimmer für den Hund als wieder zurück ins Tierheim gebracht zu werden. Aggressives Verhalten bei Hunden lässt sich oft medikamentös behandeln.
Schenke dem Hund seine Lebensfreude zurück, indem du kleine Dinge angenehm für ihn machst. Gib ihm viel Liebe und Zeit, nur so wird er lernen, dass er dir vertrauen kann.