Die verschiedenen Formen der Angst

Angst
Angst ist ein Überlebensinstinkt aller Lebewesen. Die Reaktion des Körpers auf eine potentiell gefährliche Situation ist Angst, die dazu bewegt, aus der Gefahrenzone zu entkommen. Ohne Angst wäre kein Lebewesen vorsichtig und umsichtig genug und würde nicht lange überleben. Die Flucht aus einer gefährlichen Situation erfordert oft Angst, denn Angst "verleiht Flügel" und aktiviert Kraftreserven, selbst wenn der Körper müde und angeschlagen ist.

Bei akuter Angst finden chemische Reaktionen im Körper statt, die zu typischen Symptomen wie zittrige Händen, starkes Schwitzen, Herzrasen, erhöhter Puls und schnelles Atmen führen. Die Symptome können zwischen wenigen Sekunden zu einigen Stunden andauern. Sobald das Gehirn Entwarnung bekommt, werden die ausgeschütteten Hormone abgebaut und der Körper normalisiert sich.

Angst kann eine Menge verschiedener Formen annehmen und reicht von milden Sorgen zu extremem Horror.

Formen der Angst

Sorge. Sorgen macht man sich, wenn man befürchtet, etwas Schlimmes könnte geschehen, begründet oder unbegründet. Sorge hat keinen akuten Angstauslöser, sondern ist ein Denkprozess des Gehirns, dass sich verschiedene Ausgänge einer bevorstehenden Situation überlegt und sich oft die schlimmsten Folgen ausmalt. Im Zustand der Sorge können selbst triviale Dinge plötzlich angsteinflößend wirken, denn man ist aufnahmebereiter für Negatives. Sorgen sind selbstquälende Gedanken, die unsicher machen und die Nervenruhe stören.

Ängstlichkeit. Ängstlichkeit geht noch weiter als Sorge. Ein ängstlicher Mensch zeigt Störungen von Stimmungslage, Denken und Verhalten. Ängstlichkeit verursacht Anspannung im Körper und provoziert ein Gefühl akuter Angst, Gefahr oder Unglück. Man glaubt, etwas Schrecklich wird geschehen und man muss sofort dagegen handeln. Ängstlichkeit kann zu einer Verhaltensstörung werden.

Schrecken. Schrecken ist ein starkes Angstgefühl im Angesicht einer Gefahr. Oft bringt Schrecken eine längere Periode der Angst mit sich, das zu einem traumatischen Erlebnis wird. Eine andere Form des Schreckens ist der nächtliche Schrecken durch Albträume oder Angst im Dunkeln. Auch in nicht realen Trau Situationen kann ein Mensch die gleichen körperlichen und seelischen Symptome zeigen wie in einer tatsächlichen Schreckenssituation.

Phobie. Eine Phobie ist eine verstärkte Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen. Meist sind Phobien irrational. Die Angstreaktion bei der Konfrontation mit einer Spinne beim Arachnophoben produziert chemische Reaktionen im Körper, die wahre Panikzustände auslösen können, selbst wenn der Betroffene bei klarem Denken theoretisch erkennt, dass keine akute Gefahr von dem Objekt ausgeht. Typische Phobien betreffen Fliegen (Flugangst), Höhen (Höhenangst), Aufzüge, Wasser, Schlangen, Bienen, Spinnen, Ratten, Spritzen oder sogar Vögel. Menschen, die unter Phobien leiden, haben oft so starke Angstattacken, dass sich die Phobie verstärkt, denn sie haben nicht nur Angst vor dem jeweiligen Objekt, sondern auch vor den Angstzuständen selbst. Symptome einer solchen Angstattacke beinhalten Kurzatmigkeit, Schwitzen, Brustschmerzen, Atembeschwerden und Herzklopfen. Die Panikattacken klingen innerhalb von 30 Minuten ab und lassen den Betroffenen vorübergehend ausgelaugt.

Paranoia. Paranoia (Verfolgungswahn) ist eine Form der Schizophrenie. Der paranoide Mensch ist davon überzeugt, dass jemand hinter ihm her ist und ihm etwas antun will. Paranoide Angst ist irrational. Paranoide Menschen zeigen oft extreme Feindseligkeit anderen Menschen gegenüber, denn sie glauben, sich selbst schützen zu müssen. Paranoia führt oft zu Wahnvorstellungen und der Betroffene kann unter Halluzinationen leiden.

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