Pflanzen richtig umtopfen

Pflanze im Topf
Wer sich Haus-oder Kübelpflanzen anschafft, will natürlich, dass sie lange schön sind, ordentlich wachsen und Jahr für Jahr Blüten tragen, oder sogar neue Keimlinge bilden.  Da nicht jede Pflanze dieselbe Behandlung verlangt, muss man sich auch darüber informieren, was sie benötigen.

Dazu gehört auch das Umtopfen.  Notwendig wird dies, wenn mehr Wurzeln als Erde zu sehen sind, die Pflanze also kaum noch Platz in ihrem Topf hat.

Zunächst ist also wichtig herauszufinden, wann der beste Zeitpunkt für das Umtopfen gekommen ist.  Hierzu muss man sich wiederum nach der Pflanzenart richten, zum Glück bekommt man aber meistens eine kleine Anleitung zu der Pflanze hinzu, wenn man sie kauft.  Sonst kann man sich im Laden selbst erkundigen, in Büchern, oder im Internet suchen.  Bei selbst gesäten Pflanzen ist die Anleitung meist auf der Rückseite der Packung zu finden, bei Topfpflanzen auf einer kleinen Einsteckkarte im Topf.

Bevor man mit dem Umtopfen beginnt, sollte man sich folgende Dinge beschafft haben:

Handschuhe,
Blumenerde,
Zeitung zum Unterlegen
Einen passenden neuen Topf, der ca. 1-2 Nummern größer sein sollte, als der alte Topf
Wasser zum Angießen

Der beste Ort zum Umtopfen ist draußen, wo Erdkrümel nicht zu sehr stören und das zu viel gegossene Wasser später ablaufen kann.

Den neuen Topf sollte man vor dem eigentlichen Umtopfen schon präparieren, um die Pflanze sofort dort hineinsetzen zu können.  Einen Tontopf muss man schon 24 Stunden zuvor wässern, denn sonst saugt später der Topf beim Angießen Wasser auf, statt die Erde.
Dann sollte man die Löcher, die das Abfließen des Wassers ermöglichen sollen, mit einer Tonscherbe, oder mehreren Steinen so abdecken, dass die Öffnungen frei bleiben und nicht durch Erde verstopft werden können.  Dann kann man die erste Schicht Erde einfüllen und leicht andrücken, ca. 5-10 cm, je nach Topfgröße.

Nun muss man zunächst die Pflanze aus ihrem alten Gefängnis befreien und dies kann die delikateste der Aufgaben sein, denn oft hängt hiervon ab, ob die Pflanze sich in ihrem neuen Topf gut weiterentwickeln wird, oder nicht.  Denn viele Pflanzen sind sehr empfindlich und wenn man ihr feines Wurzelnetz zu stark verletzt, können sie sich nicht mehr davon erholen und sterben bald ab.

Um Wurzelwerk und Erde im Topf zu lockern, schlägt man den Topf zunächst rundherum auf eine Tischkante,  o.ä., bis sich der Inhalt sichtlich löst.  Ist der Topf oder Kübel zu groß, so kann man auch mit einem Messer am Rand entlang fahren.  Dann entnimmt man die Pflanze, indem man weit unten am Stiel anfasst und sie langsam herauszieht.  Man schüttelt alle alte Erde ab, so weit es geht, ohne die Wurzeln irgendwie zu verletzen, oder gar abzureißen.  Es gibt zwar auch Pflanzen, denen dies nichts ausmacht, aber Vorbeugen ist immer besser.

Nun hält man die Pflanze so in den neuen Topf, dass die untersten Wurzeln die Erde berühren , der Wurzelballen jedoch ca. 3-5 cm unter Topfrand befindet und beginnt, neue Erde um sie herum einzufüllen, bis der Wurzelballen fast bedeckt ist.  Die letzte Schicht wird etwas angedrückt.  

Jetzt kann man schon das erste Mal Wasser angießen.  Das Wasser muss die gesamte Erde durchnässen und aller Überschuss muss ablaufen können, um Ansammlungen am Boden zu vermeiden, danach wird noch einmal gegossen und dies wird ca. 2-3 Mal wiederholt, denn die Pflanze braucht viel Feuchtigkeit, weil die Erde meist trocken aus der Verpackung kommt.

Erst dann kann man die Pflanze in ihrem neuen zu Hause in Ruhe lassen und ihr vielleicht noch einen schönen neuen Übertopf gönnen, wobei auch noch zu beachten ist, dass man ihr keine drastischen Temperaturschwankungen zumutet, z.B. direkt aus dem Laden auf den Balkon.
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