Hilfe, meine Zimmerpflanzen sind von Schädlingen befallen

Zimmerpflanzen

In Treibhäusern können viele Pflanzen von winzigen Schädlingen befallen sein, die man nur schwer mit bloßem Auge erkennen kann. Mit einer neu gekauften Zimmerpflanze gelangen diese Schädlinge in den Haushalt und schädigen dort weiter die Pflanze und alle weiteren im Haus befindlichen Pflanzen. Pflanzen, die den Sommer über im Freien stehen, können auch größere Insekten mit ins Haus bringen. Wie wird man Schädlinge an Zimmerpflanzen wieder los?

 

Größere Insekten lassen sich von Hand aus der Pflanze picken. Wer sich vor den Insekten ekelt, kann die Pflanze vorsichtig nach draußen bringen und die Insekten mit einer weichen Bürste abstreifen.
Die kleinen Schädlinge sind schwieriger zu entfernen und oft bemerkt man erst durch den Schaden an den Blättern, dass die Pflanze befallen ist. Je nach Pflanze kann man versuchen, diese unter einem starken Wasserstrahl, zum Beispiel in der Dusche gründlich abzuspülen oder die Blätter einzeln mit einem feuchten, weichen Lappen abwischen.
Schädlinge, die sich nicht einfach abwaschen lassen, müssen erst abgetötet werden. Das kann man tun, indem man einen Wattebausch in Alkohol tränkt und damit über die befallenen Blättern fährt.

Die zwei häufigsten Arten an Pflanzenschädlingen, Mottenschildläuse und Spinnmilben, lassen sich durch eine Veränderung der Bewässerungsroutine entfernen. Mottenschildläuse sind winzige Fluginsekten, die beim Schütteln der Pflanze hochfliegen. Sie brüten in der Blumenerde und schädigen die Wurzeln. Da die Larven sich in der Erde befinden, lässt man die Erde erst austrocknen, bevor die Pflanze gegossen wird. Natürlich muss man darauf achten, dass die Pflanze nicht welk wird.
Spinnmilben bevorzugen trockene Erde und trockene Pflanzen. Sie erkennt man daran, dass sich netzartige Gewebe unterhalb der Blätter bilden. Um Spinnmilben loszuwerden, muss man die Blumenerde stets feucht halten und die Blätter der Pflanze häufig mit Wasser besprühen. Bei Pflanzen mit glatten Blättern kann man diese mit einem weichen Tuch und mit einer milden Seifenlauge abwischen. Pflanze, die zuviel Feuchtigkeit nicht vertragen können, müssen meist mit einem Insektizid behandelt werden.

Insektizide müssen her, wenn die herkömmlichen Hausmittel nicht funktionieren und die Pflanze immer noch mit Schädlingen befallen ist. Am besten lässt man sich im Fachhandel beraten, welches Insektizid für die Zimmerpflanzen geeignet ist. Es gibt Mittel mit weniger giftigen Inhaltsstoffen wie insektizide Seife, Neemöl, Pyrethrine und Pyrethroide.

Vor dem Kauf einer Zimmerpflanze sollte man die Blätter gründlich inspizieren. Die Blätter sollten keine Flecken haben und nicht gelblich sein, denn das sind Zeichen eines Insektenbefalls. Besonders muss man auf die Unterseiten der Pflanzen achten, wo sie Schädlinge sich meist verstecken. Neue Pflanzen sollten erst einen Monat einzeln gestellt werden, bevor sie mit den anderen Zimmerpflanzen zusammen kommen, um eine eventuelle Ausbreitung des Befalls zu verhindern. Eine Entfernung von einem Meter zwischen den Pflanzen ist ausreichend.

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