Wie wirken homöopathische Mittel?

Arnika Blume, Homöopathie
Die Homöopathie hat in den letzten Jahren an Beliebtheit stark zugenommen, die klassische Medizin wird zwar nicht von ihr verdrängt werden, aber in zunehmendem Maße zieht man Homöopathische Behandlungen bei bestimmten Beschwerden vor.

Der Begriff Homöopathie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt etwa:  Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt.  Diese Regel gilt als Grundlage des homöopathischen Ansatzes.  Im Medizinerlatein heißt sie heute Simila similabus curentur.

Das bedeutet, genau die Substanzen, die ein Krankheitsbild hervorrufen können, werden zur Behandlung schon bestehender Symptome eingesetzt.  Als Beispiel dazu kann man die Brennessel heranziehen.  Kommt man mit ihr in Berührung, so verursacht sie ein Brennen und Jucken auf der Haut.  In der Homöopathie angewendet, kann sie Hautprobleme mit Juckreiz lindern, oder heilen.

Gerade bei chronischen Erkrankungen hilft die Homöopathie daher oft besser als es die klassische Medizin leisten kann, denn ihr Ziel ist in erster Linie die Bekämpfung der Symptome, nicht aber der Ursachen der Krankheit, wie dies in der Homöopathie der Fall ist.  Hier werden die Ursachen bekämpft und die Heilung auf Dauer möglich gemacht.

Die Mittel bestehen entweder aus einem einzigen Bestandteil, oder Kombinationen, die heute schon fertig gegen verschiedene Beschwerden auf den Markt kommen.

Homöopathische Mittel sind immer rezeptfrei erhältlich und die Selbstmedikation wird von vielen Experten sogar empfohlen, da falsche Präparate oder Dosierungen keine großen Auswirkungen haben.  Sie verhindern lediglich eine Verbesserung der Beschwerden, bis das richtige Mittel gefunden wurde.

Die Behandlung bei einem Homöopathen ist aber dennoch empfehlenswert, besonders bei Kindern, oder einer Vielzahl von Problemen.  Der Experte berücksichtigt immer eine Vielzahl von Faktoren, die für Diagnose und Behandlung ausschlaggebend sind.  Die Homöopathie ist somit ein ganzheitlicher Ansatz.

Wie aber nun wirken homöopathische Mittel?

Die Wirkstoffe auf pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Basis werden zu einem bestimmten Verhältnis gemischt, bzw. In verdünnter Form verabreicht, um im Körper einen Reiz auszulösen.  Dieser Reiz bewirkt, wenn das Mittel richtig gewählt wurde, dass die Selbstheilungsprosesse in Gang gebracht werden.

Die Symptome entscheiden über die Wahl des Mittels, denn so wie nur ein Schlüssel in ein bestimmtes Schloss passt, hilft auch nur ein homöopathisches Mittel wirklich beim Krankheitsbild eines bestimmten Menschen.  Schon leichte Unterschiede bei den Symptomen können bewirken, dass ein Mittel bei einer Person hilft, bei einer anderen aber nicht.

Die Darreichungsform ist entweder in Kügelchen, der sogenannten Globuli, flüssiger Lösung, oder Tabletten.

Kügelchen sind besonders für Babys und Kinder geeignet und werden durch ihren süßen Geschmack oft gerne genommen, generell sind alle Darreichungsformen geeignet.  Auch in Schwangerschaft und Stillzeit kann mit homöopathischen Mitteln unbedenklich behandelt werden.

Um die Aufnahme der Mittel zu optimieren, sollte man sie mindestens eine halbe Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen und Dinge meiden, die starke Beläge im Mundraum hinterlassen, wie z.B. Kaffee, starke Gewürze und Mundspülungen.

Um Aufschluss über richtiges Mittel und Dosierung sowie Anwendungsdauer zu bekommen, konsultiert man am besten einen Homöopathen, oder ein Buch, das dieses Wissen enthält.
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