Wie schädlich sind Konservierungsstoffe?

KonservierungsstoffeSieht man sich die Liste der Inhaltsstoffe vieler Produkte an, so entdeckt man unter ihnen recht häufig Hinweise auf Konservierungsstoffe.  Diese sind meist Säuren auf chemischer Basis, können aber auch z.B. aus verschiedenen Salzen bestehen.


Ihre Einsatzgebiete sind vielfältig, es geht von Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren über Brot, Fruchtzubereitungen, Soßen und Aufstrichen zu Fertiggerichten und Mayonnaise, Ketchup und Co.


Sinn und Zweck der Konservierungsstoffe ist einerseits die Haltbarkeit der besonders leicht verderblichen Produkte zu verlängern, also deren Befall von Schimmel und Bakterien zu verzögern.

Andererseits können Konservierungsstoffe das Erscheinungsbild eines Produktes so beeinflussen, dass es dem Verbraucher attraktiver erscheint, so meinen die Hersteller, die dieses in Verbraucherumfragen bestätigt bekommen haben wollen.

Da sie besonders in industriell gefertigten Produkten eingesetzt werden, ist ihr Einsatzgebiet nicht mehr auf schnell verderbliche Produkte beschränkt, sondern sorgt auch für sehr lange Lebensdauer von Produkten in Tüten und Paketen, die somit einige Jahre lang haltbar gemacht werden können.

Seit dem Bekanntwerden von „Risiken und Nebenwirkungen“ stehen Verbraucher den Konservierungsmitteln allerdings zu Recht kritisch eingestellt gegenüber.


Der Trend geht hin zu natürlichen und naturbelassenen Lebensmitteln, die aber trotzdem weiterhin im Supermarkt erhältlich sein sollen.  Immer mehr Produkte wurden von Herstellern erfolgreich umgestellt, so ist Brot mit der Aufschrift „ohne Zusatz von Konservierungsstoffen“ zum Glück schon relativ häufig anzutreffen.

Ein weiteres Grund für den Einsatz von Konservierungsmitteln sind außerdem lange Transportwege eines Produktes, besonders natürlich, wenn sie importiert werden.  Auch hier sind die Verbraucher aber mehr auf der Hut und es wird von vielen die Meinung vertreten und auch geäußert, dass billig nicht unbedingt besser ist und Geschäftemacherei nicht auf dem Rücken des Verbrauchers ausgetragen werden sollte.

Sind Konservierungsstoffen nun aber schädlich?

Für Lebensmittel zugelassen sind in der EU eine ganze Reihe an Konservierungsstoffen, die meist mit E und einer dreistelligen Zahl gekennzeichnet sind, manchmal auch mit ihrer konkreten Bezeichnung, wie z.B. Benzoesäure oder Sorbinsäure.

Schädlich sind laut Untersuchungen nicht alle von ihnen, als unbedenklich gelten diejenigen zwischen E200 bis E203 und E236 bis E238.

Problematischer sind aber schon die Nummern E210 bis E233, denn ihnen wird das Auslösen von Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall und sogar Allergien nachgesagt.  Besonders gefährdet sind vor allem Babys und Kinder, aber auch Erwachsene können die Nebenwirkungen durchaus spüren.

Zum Glück gibt es für Babynahrung sehr strenge Richtlinien, die diese Inhaltsstoffe untersagen, dennoch muss man sich fragen, warum sie für den Rest der Bevölkerung weiterhin zugelassen sind.  Allergien kann man in jedem Alter entwickeln und die Gefahr erhöht sich durch den Konsum von diesen Produkten durchaus.

Besonders kritisch wird es, wenn von den folgenden Konservierungsstoffen die Rede ist, denn sie stehen unter Verdacht, krebserregend zu sein.  E249 bis E252, die für Kalium-und Natriumnitrit und -nitrat stehen und in Käse, Fisch und (gepökelten) Fleischprodukten zu finden sind, fördern die Bildung von Nitrosaminen, die wiederum Krebs auslösen können.

Dass solche Stoffe weiterhin zugelassen und in Lebensmitteln auffindbar sind, ist eine Zumutung und unverantwortlich.  Dennoch bleibt dem Verbraucher zur Zeit nur eine Möglichkeit, um diesen Konservierungsstoffen zu entgehen:  beim Kauf auf die Inhaltsangabe zu achten und die Produkte, die diese Konservierungsstoffe beinhalten, im Regal stehen zu lassen.

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