
Jeder sechste Mensch leidet fast täglich unter Spannungskopfschmerzen, die durch zuviel Stress und Ärger verursacht werden.
Täglicher Stress belastet die körperliche, geistige und emotionale Gesundheit. Die in den Muskeln aufgebaute Anspannung sorgt dafür, dass das Herz mehr arbeiten muss, um den Blutkreislauf in Schwung zu halten. Stress lässt den Menschen unbewusst die Muskeln im Schulter-, Rücken- und Nackenbereich verspannen, so dass der Blutfluss zum Gehirn gestört wird.
Neben Alltagsstress durch das Berufsleben können unerwartete Ereignisse, Beziehungskonflikte und Ängste den Stresslevel erhöhen. Stressverursachte Kopfschmerzen können das Ergebnis lang aufgebauter Anspannung im Körper sein oder durch ein einziges Ereignis verursacht werden.
Stresskopfschmerzen treten in zwei Formen auf: episodisch und chronisch. Von episodischen Kopfschmerzen spricht man, wenn die Beschwerden weniger als 15 Tage pro Monat, von chronischen Kopfschmerzen, wenn sie mehr als 15 Tage pro Monat auftreten.
Bei episodischen Kopfschmerzen tritt ein drückender Schmerz auf Stirn, Nacken und um den Kopf herum auf. Chronische Kopfschmerzen sind meist ein pochender Schmerzen an Stirn, Schläfen und auf dem Kopf.
Treten die Kopfschmerzen nur episodisch auf, reicht meist ein rezeptfreies Schmerzmittel und bewusste Entspannung. Treten die Beschwerden chronisch auf mit starken Beschwerden und werden durch emotionale Leiden verursacht, ist häufig eine ärztliche Behandlung notwendig. Schmerzmittel lindern zwar die Symptome, beseitigen jedoch nicht das Problem.
Eine wesentliche Rolle zur Behandlung und Vorbeugung von Stresskopfschmerzen spielen die Lebenseinstellung und der Lebensstil. Man muss lernen, mit Stressfaktoren umzugehen und wenn möglich zu vermeiden. Zum Gesunde Ernährung, regelmäßige Entspannung und ausreichend Schlaf fördern die Fähigkeit, den Stress zu managen. So kann man verhindern, dass sich Anspannungen aufbauen. Selbst viel beschäftigte Menschen müssen Ruhephasen in ihr tägliches Leben einbauen.
Übermäßige Sorgen und negatives Denken tragen wesentlich zur Verspannung der Muskeln bei. Der Betroffene sollte eine realistische Perspektive schaffen, welche Stressfaktoren beseitigt werden können und wie er durch positives Denken und bewusste Ruhepausen mit den unvermeidlichen Stressfaktoren umzugehen lernen kann.
